Archiv der Kategorie: Restaurations-Säuberungstipps

Doofe Etiketten …

image … sind manchmal auf alten Dosen und wenn die nicht wasserlöslich sind, dann sind die nicht so einfach zu entfernen ohne gleich das Motiv mit zu entfernen – also bloß nicht scheuern, keine Rasierklingen und kein Lösungsmittel, wie Nagellackentferner oder so, einsetzen.

Bei mir hat das mit Autopolitur ganz gut geklappt. Dick drauf und einwirken lassen, dann flächig mit leichtem Druck mit weichen Tuch reiben. 2-3 mal wiederholen und das Klebzeug war weg ohne das Motiv zu beschädigen.

Fahrplanschilder aus der Bucht

 

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Letzte Woche bei Ebay geschossen, das Emailschild stand schon lange auf meiner Wunschliste und mit den Beschädigungen noch günstiger als das halbe Hapag damals bei ebay.

Das Blechschild hab ich von Ebay-Kleinanzeigen, war zwar nicht ganz günstig, hab ich persönlich aber noch nie gesehen. Geputzt und nach minimalrestauration in der Schrift, dem Blau und dem Schiffskörper, kommt es so gelebt wie es ist an die Wand. Der Zustand ist bestimmt nicht jedermanns Sache, aber mit den Resten des Fahrplans und den Roststellen könnte es bestimmt so manche Geschichte erzählen.

 

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Gruss vom Bodensee

Andreas

Schilderrestauration mit dem Tintenstrahldrucker Teil 2

Nach dem ich jetzt ein Jahr an meiner alten BMW herumrestauriert habe, bin ich auch mal wieder zum Schilderrestaurieren gekommen und hab die Versuche zur Restauration mit dem Tintenstrahldrucker weiterverfolgt (wie schon mal berichtet). Das Gute daran ist, dass die zeitaufwendige Restauration der Lithographie wegfällt, man muss nur die Grundfarbe des Motivs vorlackieren bzw. beim Backt mit Hefe war die Grundfarbe, in dem Fall weiß, noch vorhanden. Die Motiv-Vorlage muss dann mittels PC und Photoshop nur noch auf das Schild angepaßt werden und kann mit einem Zwischenträger der den Druck aufnimmt und einer Klebefolie auf das Schild übertragen werden, es kommt nur die Druckfarbe auf das Schild, die Folie wird wieder abgezogen.

Hier das Ergebnis.

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backtmithefe Kopie

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Als Beispiel hab ich mal den Kopf vom Teutsch auf ein Laminat Stück übertragen.

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teutsch2

Blaupunkt Radio …

… in französisch als Ausleger, Emaillerie Alsacienne – heute in Belgien zusammen mit meinem „neuen Freund“ ergattert – beim ersten Putzversuch ging auch mit Stahlwolle fast nix runter – dann anständig Hofnars Zauberschaum drauf und erst mal ne Stunde einwirken lassen – dann nochmal anständig „Putz-Kraftsport“ Zentimeter für Zentimeter gemacht – echt gemein, das Ding hat zwei Seiten – na geht doch – und morgen Muskelkater 🙂

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Toast – (und schon) Die Antwort

Mensch, das ging ja schnell – die richtige Antwort wurde schon gefunden. Jochen hat’s vermutet und sammlerin kennt den Trick 😉

Ja, mit Toastbrot kann man genial Papier und Pappe reinigen. Es hat ein bischen Feuchtigkeit, die aber nicht in das Papier einzieht. Da es sehr weich ist, kann man richtig fest über das Papier rubbeln, ohne dass Farbe verloren geht. Quasi ein „Radiergummi“ für schmutziges Papier und Pappe – und dann auch noch biologisch 🙂 . Habs heute bei der Belga-Dame erfolgreich eingesetzt, die war nämlich eine „Schmutzfinkin“ 🙂 .

Also, „let’s toast“ – außerdem freuen sich im Garten hinterher die Vögel über die Krümel 🙂

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break my rule (?)

Meine Regel: „Restauration NEIN!“

Aber wir alle wissen: „Keine Regel ohne Ausnahmen“

Bei dem Teil bin ich jetzt echt hin- und hergerissen. Toller Zustand mit TOP Glanz, nur irgend so ein „Hornochse“ hat offensichtlich mal auf das Teil geschossen – war wahrscheinlich besoffen, sonst hätte er den nicht gerade kleinen Pepsi-Deckel getroffen. 🙂

Würde mir das Teil gerne hinhängen – die blöde „Schusswunde“ nervt, auf der anderen Seite ist es eine recht unauffällige Stelle und man hätte mehr drüber zu erzählen.

„Oh Drama, Baby, Drama“ – schon wieder so ein Luxusproblem – time to break my rule?  😉

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odol grotte 60×40

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moinsen!

am sonntach auffem schicken kunst + antikmarkt, zum ersten mal seit langen nen e-schild gesehen. 40×60 juno ,gekanntet, 2+,guter kurs.rest der ware : teures glas,porzellan und silbertüddelüt.

haben sie noch andere schilder dabei?

jooh!aber das kann ich nicht an den stand lehnen,passt hier nicht so ganz ;- )

verschämt wurde hinterm stand das schild aus dem zeitungspapier gepult.

erster eindruck „ff“ (fett fertich) + preisvorstellung des verkäufers auch fett und hartnäckig .

ich muss nicht verkaufen.

ok,ich dreh nochmal ne runde.danke schön fürs zeigen .

nachdem  der schöne markt abgescannt war retour zum stand,über das teil mit dem verkäufer gefachsimpelt und hart aber gerecht anner kante gefeilscht.

das schild wurde vor sehr langer zeit erst mit weisser und dann mit einer mattschwarzen farbe zu 2/3 zuviel „restauriert/rostgeschützt.auf der rückseite befindet sich eine art pech/betumen schicht.die randschäden sind wesentlich kleiner.

frage an die gemeinde:

hat jemand nen tip für mich um die farbe vorne auffem schild abzukriegen?

spezielles lösungsmittel? bremsflüssikeit?

vielen dank im voraus für konstruktive vorschläge!

schön gruss

hofnar

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Siberfuchs /A.von Scanzoni

Hallo Zusammen,Mir ist durch Zufall ein Silberfuchs von Scanzoni untergekommen,der gefällt mir jetzt so gut,daß ich ihn nicht weitertauschen,sondern behalten möchte…
Leider hat mein Fuchs nicht die Gans gestohlen,sondern selbst viel mitgemacht.
Wer von Euch kann mir einen Restaurator empfehlen,der auch sein Handwerk versteht,so daß ich hinterher auch Freude an dem Schild habe !?
Möchte nur das Hauptmotiv und Wallberg/Tegernsee gemacht haben,die Randbeschädigungen stören mich nicht.
Zähle auf Euch 🙂
Ganz liebe Grüsse an Alle aus dem Süden,
Astrid
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Ab auf die Platte

Das Shell-Schild (120 x 80, flach, Belgien 1928) hatte ich letzte Woche kurz nach dem Fund in Belgien schon mal gezeigt. Zugeben, als ich es verzogen und schmutzig kaufte, dachte ich mehr ans Weitertauschen, da „Garage“ eigentlich nicht so mein Sammelfokus ist, sondern eher „Bistro“. Nach dem Reinigen gefiel es mir dann aber doch auf einmal und nachdem ich nun auf eine passende Holzplatte montiert habe, bleibt es nun erst mal hier.

Hier noch kleine Tips für die Holzplattenmontage:

– es sollte möglichst steifes Holz (am besten Schichtholz) verwendet werden, um den Verwindungkräften etwas entgegen setzen zu können. Kostet zwar ein paar Euro mehr als Pressspan, aber nutz ja auch nix, wenn sich die Holzplatte mit dem Schild verwindet

– Frische Holzkanten sehen nicht so toll aus, daher sollte diese vor Montage dunkel gestrichen werden (hab mich hier für braun entschieden, wegen gelb und rot als warmen Farben)

– Blanke glänzende Schraubköpfe sehen ebenfalls sch…. aus. Daher lieber alte rostige Schrauben verwenden oder wenn nicht greifbar wie hier neue Schrauben mit schwarz-brauner Farbe abtupfen – sieht aus wie Rost und merkt eh keiner, der nicht darauf hingewiesen wird.

– Um das Schild möglichst Plan zu bekommen, muß man die Schrauben sehr sehr fest anziehen, das mag die Emaille natürlich überhaupt nicht und daher unbedingt Unterleg- und dicke Gummischeiben darunter platzieren, dann knackt es auch nicht.

So das war’s für heute mit reviersteigers fröhlichen Basteltips 🙂

Glückauf!

Fundzustand:

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Putzen, putzen, putzen:

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Ergebnis auf 15mm Schichtholz montiert:

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Stand unten noch was drauf?

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Gestern bei EBAY geschossen. Standort direkt bei mir um die Ecke, da kommt in der nächsten Zeit noch eine größere Sammlung unter den Hammer. Leider oder zum Glück war das Deckemail verwittert, also Schleifmaschine raus und drübergeschliffen, danach sind die Konturen vom „Freude am Kochen“ auch wieder zum Vorschein gekommen, das Motiv nach dem schleifen eigentlich auch nicht so schlecht.

Nun stellt sich mir aber die Frage, ob unter dem „Elektrizität“ noch etwas gestanden hat, vielleicht kann mir ja einer von euch weiterhelfen.

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Gruß vom Bodensee

Andreas

bulgaria blech mit krebsspargel

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moin!

vor drei wochen auffen sünntach mittem eintopfzerknalltriebling durch schleswich-holzbein geknattert.

flohmarkt,nur kucken und wenn: nur was inn‘ rucksack passt.

am asch die roiber! liegt doch da ne dreckige,schwere knitter-blechplanke, 74,5×51,5,geprägt im staub rum. ilse lagerfeld entwurf, 20ger,eher selten.

aufruf? ok! kannste das schicken? nöh kein bock! algengrütze!

zum glück noch nen hamburger händler gefunden,kein thema, holste dir am nexten samstach auffer schanze ab .

nen guten roten tropfen besorgt und auffer schanze gegen das schild getauscht.

warmes spülwasser,schwamm und mikrofaser staubtuch (nass) mit leichten druck langsam freigerubbelt.

trockenes mikrofaser-staubtuch zum polieren.

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mit null erwartung auf nen flohmarkt zu gehen hat bei mir fast immer schöne funde zur folge und mann kann nicht enttäuscht werden ;- )

schön gruss

hofnar

NOTFALL Treff Glocke Nussautomat gesucht

Hallo Leute,suche eine funkionierende Treff Glocke Nussautomat.

Wer was hat bitte melden

Dankeschön

Guten Tag, hätte jemand mal ein „A“ für mich ?

Moin, wie schon oben erwähnt mir fehlt leider ein großes A.

Ich finde es ist bei dem Schild nur eine kleinere Reparatur aber leider find ich keine vernünftige Vorlage.

Sollte es jemand kennen wäre ich für jeden Tip dankbar.

Oder lieber so lassen ?anzeiger1-002.jpg                    anzeiger1-001.jpg

Schon mal vielen Dank vorab.

Gruß Andreas

Suchard Uhr aus Scheune, Mitleser fragt an.

Mitleserbeitrag von Oliver:

„Hallo,

Ich möchte mich für die vergangene Ratschläge bzw. Antworten bedanken! http://www.schilderjagd.de/?p=37267

Es hat wirklich geholfen. Als ich mir Eure Internet- Seite genauer angeschaut habe, ist mir klar geworden,

dass Ihr nicht nur über Werbeschilder Bescheid wisst, sondern über alle andere Werbe-Artikel auch.

Aus diesen Grund habe ich eine weitere Frage zu einer Werbeuhr.

Die Uhr steht seit mind. 40 Jahren in der Scheune eines Verwandten.

Der Schlüssel ist vorhanden.

Ich wäre für eine ungefähre Preis- Schätzung wirklich dankbar.

Wie man sehen kann, befindet sich die Uhr in einem “ schlechten Zustand“.

Was wäre Eure Einschätzung? Würde sich eine Rettung auszahlen oder mache ich mir was vor?

Mfg, Oliver “

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Dapolin Hinweis Pfeil

Hallo,

ich habe das Schild in Visselhövede bei einer Haushaltsauflösung erstanden und
nach dem man mir auf Nachfrage auch die alte Werkstatt samt Scheune zeigte bin ich auf dem Getreidespeicher auf dieses Schild gestossen. Der Besitzer hatte es brutal übergemalt und dazu verwendet ein defektes senkrechtes Brett zu ersetzen, zum Glück konnte ich die Prägung im Schein der Taschenlampe erkennen und habe mir die Mühe gemacht das Blechschild loszumachen obwohl es eigentlich Bestandteil der Scheune war 🙂 ..

Nun beginnt die eigentliche Not….ein guter Freund und halber Restaurierungsfachmann hat sich bereits an dem Schild
versucht und das Ergebnis ( Pfeilspitze ) ist gar nicht so schlecht aber laut seiner Aussage löst sich die eigentliche Farbe mit.

Ich lese seit einiger Zeit auf Schliderjagd mit könnte mir denken, dass der Eine oder Andere schon einmal ein ähnliches Problem gehabt hat. Wäre froh über Tips… Auf dem einen Foto sieht man wie das Schild aussehen könnte…

Beste Grüße und Dank im voraus

Schubidu

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Schilderrestauration mit dem Tintenstrahldrucker

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Eigentlich restauriere ich ja gerne Schilder, herkömmlich mit Farbe und Pinsel, doch bei den feinen Lithographien geht einem das schon einmal nach einer gewissen Zeit auf den Keks, so Punkt für Punkt.

Als Grafiker mach ich mir schon länger gedanken wie man das über einen Druck per Computer lösen könnte. Es gibt zwar einen Flachbettdruck. mit dem man direkt auf das Schild drucken könnte, aber leider habe ich gerade keine 25.000.– zur Hand und Decalfolie finde ich zum Restaurieren eigentlich auch doof.

Heute kam mir dann die Zündende Idee, über einen Zwischenträger und mit Klebefolie kann man die Farbe auch direkt auf das Schild aufbringen, meinen ersten Versuch habe ich mit dem Gesicht des Teutsch-Bierkutschers gestartet, den ich Gestern gekauft habe und siehe da, nach 30 Minuten Tüfteln hatte der Kutscher wieder eine Gesicht, ist zwar noch nicht ganz Perfekt, aber für den ersten Versuch ganz passabel.

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Den Schmalzlerfranzl wollte ich eigentlich ursprünglich nicht Restaurieren, aber all die Schäden bei so einem schönen Schild haben mich dann doch so gestört, dass ich mich ihm doch angenommen habe. Vor der Restauration s. h. http://www.schilderjagd.de/?p=23833

Gruss vom Bodensee

Andreas

Aristona oder „Schaumstoff statt Salzsäure“

Als ich heute auf nem Markt in den Niederlanden, dieses Aristona (steht schon lange auf meiner Wunschliste) sichtete, hab ich es erst mal wieder nach ausführlicher Begutachtung weggelegt, da das Gesicht der Frau große dunkle Flecken von der Art „kriegt man sowieso nicht weg“ hatte und die Oberfläche auch unter dem Schmutz nicht mehr so toll erschien (großflächig verkratzt). Die Abplatzer fand ich gar nicht so schlimm, denn das Motiv und die Schrift sind ja schließlich noch fast vollständig vorhanden. Nach einigen Rundgängen und immer mal wieder Angucken habe ich es dann kurz vor Heimfahrt mit einiger Skepsis doch gekauft, da der Preis dem Zustand angemessen und OK war.

Daheim dann zunächst mal die übliche Reinigung bei starker Verschmutzung mit feiner Stahlwolle und Hofnar-Zauberschaum. Leider bestätigte sich meine Vermutung, denn auch bei kraftvollem Schrubben wollten die dunklen Flecken im Gesicht nicht verschwinden. Also was tun? Hmmm, da bleibt wohl nur noch ein Versuch mit Salzsäure. Ich hasse das Zeug und habe es nicht wieder benutzt nachdem ich mal „erfolgreich“ ein Martini-Thermometer strahlend weiß bekommen habe, dafür aber auch kein Glanz mehr drauf war. Mehr als verzweifelten letzten Versuch vor dem Säureeinsatz, schnappte ich mir aus unserer Putzkiste einen Radierschwamm (das sind so schaumstoffartige Schwämme, die man in jeder Drogerie bekommt – auch Zauberschwämme genannt) und versuchte es damit. Und siehe da, nach einigen Minuten festem Schrubben wurden die Flecken dünner und dünner und verschwanden vollständig.

Ich will jetzt nicht behaupten, dass diese Schwämme Salzsäure ersetzten können, aber offensichtlich gibt es bestimmte Verschmutzungen, bei denen Stahlwolle machtlos ist und dieser Schwamm erfolgreich wirkt – also einfach mal vor dem Säureeinsatz versuchen.

Zum Finish dann nochmal ein leichter Hauch Silikonspray. Hierbei ist folgendes wichtig: Nach dem Einsprühen mit weichem Tuch gut verreiben. Anschließend mehrmals mit jeweils neuem Papiertuch (z.B. Küchenrolle) das Silikon wieder wegreiben. Scheint ein Widerspuch zu sein, aber hat den Effekt, dass das Silikon wirklich nur in den Kratzern verbleibt und nicht auf der ganzen Oberfläche und  das Schild somit wieder recht natürlich glänzt und sich auch nicht ölig anfühlt.

So das war’s für heute mit „reviersteigers Reinigungstips“ – na dann schruppt mal schön 🙂

Aristona im Fundzustand (gewölbt, 50cm Durchmesser, Belgien, 1935):

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Aristona nach Stahlwolle und Zauberschwamm:

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Aristona nach Silikonkur (Gott sei Dank sieht man die Brüste der Dame nicht, sonst hätte es jetzt hier sicherlich bestimmte Kommentare gehagelt 😉  )

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Auf den Photos ist der Unterschied vor und nach Silikon schwer zu erkennen, in der Realität aber deutlich.

Neuer Glanz

Hallo zusammen,

habe ein Schild mit matten Stellen und möchte nun versuchen, diese wieder zum Glänzen zu bekommen. Das Schild hat aber keine Verschmutzungen oder ähnliches und die Farben sind satt und schön (auch an den matten Stellen). Vermutlich ist nur das Schutzemail nicht mehr vorhanden.

Habe hierzu schon im Forum gesucht, aber nichts Einschlägiges finden können. Es geht meist um Reinigung, Entfernung von Ablagerungen etc. durch diverse Mittel und Methoden. Darum gehts mir aber nicht, das Schild ist abgesehen von den matten Stellen in Bestform.

Hat jemand hier Erfahrungen? Kann man matte Stellen überhaupt wieder glänzend bekommen?

Ich dachte aus meinem Heimwerkerleben zunächst an eine Poliermaschine mit entsprechender Polierpaste, traue mich aber nicht so richtig ran. Auch Autopolitur müßte ja (theoretisch) funktionieren.

Wer hat sowas schonmal ausprobiert und kann hier weiterhelfen?

Vielen Dank + schönen Abend.

Tagesbeute und hier ein Stückchen, da ein Stückchen…

Heute unterwegs auf der Klassikwelt Bodensee, einer großen Oldtimermesse mit Teilemarkt. Eine willkommene Abwechslung zu den ätzenden Flohmärkten bei uns im Süden, wo Mami´s nur noch Ihren Sperrmüll verkaufen.

Die Ausbeute, ein echt nettes Juno-Josetti Schild (hab ich schon drauf gehofft), der Händler schleppt es jetzt schon länger mit sich herum, dieses Jahr hab ich Zugeschlagen. Passt sicher gut zu meinen anderen Cigaretten-Schildern.

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Fleißig war ich die letzten paar Tage auch mal wieder und hab ein Sarotti-Schild, wie heißt es in manchen Kommentaren so abfallig (Gruss in die Schweiz), in meiner Restaurierungswut, das Schild verunstaltet oder verrestauriert oder wie auch immer, ist mir eigentlich auch egal, solange es Spaß macht.

Das Ergebnis:

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Zustand vor der Restauration, eine Seite schon geputzt, die andere noch im Fundzustand.

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Fertig zum aufhängen, muss nur noch ein Plätzchen finden, da wird es so langsam schon eng.

Gruss vom Bodensee

Andreas

iss joot jegange

Uff jeschafft – gerade 1,5 h geschrubbt und das Ergebnis ist besser als ich erwartet hätte. Unter dem Großteil des Lacks waren keine Schäden sondern tiefschwarze Patina – hier hat jemand statt zu putzen den Dreck einfach irgendwann mal überlackiert – ich sag ja immer :“et gibt nix wat et nich gibt“  😉

Nochmal zur Reinigung: Gestern die Lackstellen dick mit Abbeitzer eingepinselt und Schild in große Mülltüte verpackt, denn somit verfliegen die Lösungsmittel nicht so schnell und wirken intensiver auf den alten Lack ein. Über Nacht so liegen lassen und heute mit Wasser und Wurzelbürste das grob Gelößte runtergeschrubbt. Kleine Lackreste und die darunterliegende Patina mit einigen Aku-Pads cm für cm erntfernt. Der Lack, der sich in die Vertiefungen der Roststellen gesetzt hatte, hat nochmal ne Ladung Abbeitze draufbekommen und nach 30 min Einwirkzeit hatten auch die Reste gegen die kleine feine Drahtbürste keine Chance mehr 🙂

Da paßt doch wieder der alte Kölner Spruch: „Et iss wie et iss, et kütt wie et kütt, und et hat noch immer joot jegange“ 🙂

Nacher:

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Vorher:

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Oh je …

.. mal schauen was daraus wird – das Ley Schild ist arg verdreckt und an den Rändern teilweise üppig mit zwei Lackschichten überlackiert. Habe es eben fett mit Abbeitzer eingepinselt und in eine Mülltüte verpackt – nun dürfen die Lösungsmittel über Nacht Ihr Glück versuchen 🙂 – morgen wird „geschrubbt“ und mal sehen was dabei rauskommt – Fortsetzung folgt morgen…

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