Archiv der Kategorie: die Jagd heute

Rheila Perle

sehr geehrte damen und herren .

möchte ihnen ein sehr seltenes stück reklame der bonner fa.rheila anbieten.

rheila glasschild um 1925 , im rahmen , 47 cm x 35 cm ,

malerei sehr gut erhalten , originaler rahmen aus der zeit , mit leichten gebrauchsspuren . rückseite pappe erneuert . hersteller signatur unten rechts , glasplakatefabrik offenburg . sehr selten zu finden , weil

glasschilder sehr selten “ überlebt “ haben .  preis in kommentare bitte.

Halbe Sachen

Liebe Schildersammlergemeinde, wir haben uns entschlossen nun die Geschichte der „halben Sachen“ zu veröffentlichen und hoffen, dass es Euch wieder soviel Freude bereitet als unsere erste gemeinsame Geschichte.

Halbe Sachen

Ich weiss nicht ob ich es schon mal erzählt habe, aber ich durchstreife gern die Lande und bin da der Typus der eine Landstraße einer Autobahn und eine Ortsdurchfahrung einer Umgehungsstraße vorzieht.
Und so kam es, dass ich in diesem Sommer, naja an dem einen warmen und sonnigen Samstag den wir hatten, mit meinem Auto (ausnahmsweise nicht im Team mit meinen Söhnen) durch das schöne Bayern kam. Ich denke ihr wisst was ich meine wenn man seinen „Scanblick“ anwendet und im vorbeifahren jedes Haus, jeden Hof, jeden Schuppen als einen Ort an dem irgendwann mal ein Schild hing oder als einen Ort der eines noch verbirgt beäugt und dabei Gefahr läuft, angehupt oder als Verkehrshindernis angesehen zu werden.
Bei dieser Tour wusste ich zumindest, dass es vor Jahren hier eine Eisenbahnlinie gab und man nach derem Rückbau die Bahnhöfe verkauft oder aber mangels Käufer sich selbst überlassen hatte. Und so war es auch in diesem Ort, in dem ich halt machte. Das ehemalige Bahnhofsgebäude machte einen sehr bemitleidenswerten Eindruck. Die Fenster eingeschlagen, teils verbrettert, die Regenrinnen abmontiert, eingewachsen. Angebaut an das Bahnhofsgebäude der Güterschuppen. Zunächst besah ich mir diesen von der Laderampe am ehemaligen Gleis an und dann von der Ladestraße aus. Und siehe da, das Schiebetor stand auf…
Als ich die Halle betrat war diese leer. Kleinteiliger Müll auf dem Boden verteilt und alles mit einer ordentlichen Staubschicht bedeckt. So stand ich da und betrachtete mit zusammengekniffenen Augen die Szenerie. Hier muss doch was sein. So ganz leer…vielleicht hat man etwas mal an die Bretterwände genagelt….nein…Speicher gibt es keinen…man sah die Unterseite der Dachplatten wenn man zur Decke schaute…
Moment…die Laderampe ist überdacht und hat einen Dachstuhl. Dieser ist von unten verbrettert also muss es doch einen kleinen Speicher wie bei einem Giebel geben. Ah da, über dem Schiebetor das zu den Gleisen führte. Puh das ist aber hoch. Keine Leiter, na dann hilft nur klettern. Gesagt getan. also Fuß auf nen Querbalken die Hände an die Laufschiene des Schiebetors und dann hochgezogen.
Und dann Auge in Auge mit dem Salamander:

Kennt ihr das Gefühl? Diese Mischung aus: gibts doch gar nicht und ich hab`s doch gewusst. Als ich da so hangelte realisierte ich dass der Salamander quasi vorne zusammen und hinten auseinander war. Also das hintere Drittel fehlte. Mist. Ist das vielleicht noch da? Unter der Staubschicht sah plötzlich jedes Brett wie das fehlende Teil aus, aber das da drüben könnte es doch sein oder. Den Bretterboden zu betreten habe ich nicht gewagt. Also erstmal den Salamander mit einer Hand langsam so weit es ging zu Boden lassen und parallel dazu absteigen und auf der anderen Seite des Tors wieder aufsteigen. Als ich das Fragment soweit sicher am Boden hatte, ging ich zur anderen Seite. Ich stieß dabei mit meiner Fußspitze ein Blech das man am scharrenden Geräusch sofort erkannte….

Vielleicht doch mal umdrehen:

Ja was war das denn? Ein altes Blechplakat dessen Ansicht eines Dampfers und Palmen nicht komischer hätte sein können in dieser Gegend im Nirgendwo.
Und siehe da auch hier hatte jemand die Blechschere angesetzt und quasi die Fläche auf dem die Fahrpläne angeklebt wurden abgetrennt. Bis auf ein kleines Stück, dass die Reiseziele noch offenbarte:

Leider habe ich die fehlenden Teile nicht mehr entdecken können. Aber trotzdem haben beide Stücke inzwischen einen guten Platz gefunden.
Das Schild der „HAMBURG SÜD“ fasziniert mich. Es ist ja eindeutig ein Vorkriegsschild (die Cap Arcona wurde 1945 versenkt) und hat somit fast 100 Jahre auf seine Entdeckung in der bayrischen Provinz gewartet. Ich stelle mir die großen Augen der Landbevölkerung 1929 vor wenn sie den Fahrplan gelesen haben mochten. Mit Namen von Städten die auf sie wie ein Traum gewirkt haben mögen.