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Über Gastbeitrag

Gästeschreiber, Finder, Jäger alter Reklameschilder wie Emailleschilder oder Blechschilder

Schildermuff und Rätsel Aufklärung für die letzte Generation „Sammler“

„Liebe Schilder Kommune,

ich bin mal wieder euer Altsammler, lange habe ich nichts von mir hören lassen. Aber auch Dieter Bohlen hat eine neue Chance bekommen, daher wurde es auch für mich Zeit, Euch endlich wieder zu beglücken.

Mit dem heutigen Reklamerätsel möchte ich besonders die letzte grüne Generation Sammler ansprechen, die lange bei Mutti und Money-Papa wohnte, bei paytv ZDF die wunderbare Sendung der volkstümlichen Sammler/Innen regelmäßig glotzt und nun der Schilderjagd beigetreten ist, um auch noch das letzte vermeintliche Schätzelein bei Ur-ur-ur-opa, falls er noch lebt, zu bergen und Lützis Kohle abzuscheffeln.

Wie sich diese Szene doch zum positiven vor allem fürs Klima zum besten verändert hat. Von dem einst glorreichen Sammlern der ersten Stunde verdreckt zu Fuß oder Fahrrad in Ostberlin mit der U Bahn im Müll, Muff, Schutt und Abrisshaus suchend, sehen wir heute (Sch)Weißhemden mit Champagner in belanglosen Begenungsräumen für steife Möchtegernmillionäre, um den Euro noch vor dem Tot zu retten. Dazu gibt es besonders nachhaltige chemische diverse Druckwerke aus Papier mit 300 €- Schilderbildern auf einer Seite in zehnfacher Ausführung im Jahr, angeführt und begleitet von selbstgerechten Gutmenschen und Schildergurus. 🙂 Make Schilderhype great again. mimimi Reicht da nicht ein Druckwerk mit normalen Fotos und nicht in China gedruckt? Lezte Generation? Das einzige was die neuen letzten Gurus wissen, ist das Schilder ja teuer sein müssen, da wird dann von einigen gierigen Froschkönigen ein Kathreiner Streifen mal für 700 € angeboten in Shops für Dumme oder vergammelte Millionenschilder aus Übersee. tzzzzzzzz Schaut euch die tausenden Events mit behämmert weiten Anfahrtswegen an. In jedem Nest ist nun Schildermarkt aber nichst zu holen, aber Hauptsache der Organi hat seine 2 Tage Insta Fame. Ich bin dafür, dass es nur eine Börse gibt zb. die Karlsruher Börse oder Flonheimbörse. Dann wäre da auch mehr los und was zu holen !! Die armen Facebook und Blocker Gurus, Führer und Abteilungsleiter, die sich bei den letzten Müll der noch in den Ecken liegt, wichtig zu tun und Gott spielen tun mir eher leid, da die meisten nur über sie lachen, lass ich weg.“

Nun seid Ihr dran, die Frage lautet:

Was befindet sich für ein Bauteil in der Wand auf diesem Foto. Es besteht aus Holz ist rund und hat einen bestimmten Namen. Beweist mir doch, dass diese Szene nicht nur aus Spinnern besteht und es noch Altsammler mit Ahnung gibt.

Suche und kaufe alte Forstamts- / Oberförsterei Schilder

Suche und kaufe alte Forstamts- / Oberförsterei Schilder

Suche und kaufe alte Forstamts- / Oberförsterei Schilder
Speziell aus Nordrhein-Westfalen und den dortigen Vorgängerstaaten
(Königreich Preußen, Provinz Westfalen; Fürstentum Lippe, etc.)
Verwaltungsunabhängig. Es können Schilder der Bundes-, Landes-, Körperschafts-,Kommunal- und
Privatforstverwaltungen o. Ä. sein.
Besonders interessiert bin ich an folgenden Forstämtern:
Paderborn, Büren, Neuenheerse, Bad Driburg, Lage, Bielefeld, Minden, Lübbecke, Lippe, Detmold,
Lemgo, Warendorf und Münster
Sehr interessiert bin ich auch an Forstamts-Schildern der zuvor genannten Forstämter bzw.
Regionen aus der Zeit 1800 – 1945.
(Die Forstämter in Preußen hießen bis 1918 „Oberförstereien“)
Auch Schilder aus anderen Bundesländer können sehr gerne angeboten werden. Besonders
interessiert bin ich dabei an Forstamts-Schildern der Bayerischen Staatsforstverwaltung.
In einem älteren Forum-Beitrag sah ich z.B. das Bild mit dem Schild des Forstamtes Lage der
Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe, an welchem ich sehr interessiert bin.
Bitte gerne jederzeit melden und bei Möglichkeit alles anbieten. Vielen Dank.

siehe Beitrags Foto von Emir von 2015 Danke:

 

Angebot: Bauer Bier Konvolut aus dem Familienbesitz der Nachfahren des Brauerei Besitzers Hans Bauer

Die Geschichte einer Brauerei und u.a. deren Abwicklung/Zerstörung durch westliche „Hyänen“ nach 1989. Die Schilder sind zu verkaufen und können auch in Sachsen abgeholt werden.

Lesenswert 📖📖

Die Brauerei wurde über den WK I und II von den Söhnen des Gründers bis zu deren Tod 1951/2 weitergeführt.

Dann erfolgte die Leitung durch die Frau des Fritz Bauer und Margarete Gappisch geb. Bauer.

Der Sohn des Fritz Bauer, der seine Ausbildung zum Dipl. Braumeister beendet hatte, trat er 1965 als Komplementär in die Firma ein und führte sie bis zu seinem Tod 2009.

Entwicklung der Brauerei ab 1931

– Bau des neuen Sudhauses 1933/34

– Kauf des Nachbargrundstückes zur Erweiterung der Brauerei

– Grosse Schäden durch Bombenterror bei mehreren Luftangriffen im WK II

– Verhaftung von Fritz und Ernst Bauer durch den GPU, beide kamen frei durch die Fürsprache der in der Brauerei beschäftigten Kommunisten. Beide waren nicht Mitglieder der Partei.

– Beginn der Produktion 1946 ( farbliche Behandlung mit Silberbronze der 4  Sudkessel um sie vor der Demontage zu retten )

– Vertrieb der Biere erfolgte mit 3 Elektro LKW ,die nachts im eigenen Kraftwerk geladen wurden, 2 MAN Diesel und 4 Pferdefuhrwerken

– 1957 musste eine sogenannte “ staatl. Beteiligung “ von 49 % aufgenommen werden

– 1966 Erweiterung der Fassbier und Flaschenbierproduktion

– 1968 Umstellung der Energieerzeugung auf Heizöl als erste Brauerei in Sachsen

– 1972 Enteignung der Brauerei, firmiert nun als Turmbräu Leipzig im Getränkekombinat Leipzig

– 1973 Ölkrise, Sperrung des Täubchenwegs vor der Brauerei, Aufstellung eines Heizkessels  mit Kohlelager zur Dampferzeugung (sehr grosser Imageschaden für die Brauerei )

– 1975 Demontage  des Heizkessels und Bau einer Umformerstation für Fernwärme auf dem Gelände des Freisitzes

– 1975 Demontage der beiden Dampfmaschinen und des Generators Baujahr 1905, dem Technischen Museum in Dresden angeboten. Die Kosten sollten vom Getränkekombinat getragen werden, aber abgelehnt.

– 1980 Volle Auslastung des Sudhauses im Dreischichtsystem, da die Kapazität des Sudhauses die der anderen Brauereien in Leipzig übertraf.

Die fertigen Sude wurden mit Tankwagen abtransportiert. Im Ergebnis wurde das Sudhaus brutal auf Verschleiss gefahren.

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Pappschilder/Plakate

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Hier noch eine Information :

Da ich selbst von 1990 bis 1996 in der Brauerei tätig war und ein sehr gutes Verhältnis zu meinem  Großcousin hatte führte er mich in die Geschichte der Brauerei ein und das Brauen des Bieres.

Meine Tätigkeit als Gesellschafter in den ersten 2 Jahren waren die Verhandlungen mit der Treuhand, Rückführung der enteigneten Grundstücke/Häuser mit Gaststätten. Prägende Erlebnisse waren wenn ich mit  Hans Bauer in der Treuhand Leipzig war, zeigte er mir die Verhandlungspartner der grossen Leipziger Firmen  Kombinatsdirektoren, BGL und Parteisekretäre die ihre Betriebe verhöckerten. Ein gängiger Spruch war “ mit einem 500ten Trabant vorgefahren und mit S- Klasse den Parkplatz der Treuhand verlassen.  Zu dem Problem des trüben Bieres in der DDR, Jeden Donnerstag mussten die Brauereien an die Bezirksleitungmelden wie alt die Menge des Bieres in den Lagertanks war und je nach Lage kam die Weisung ABFÜLLEN obwohl die Reifung noch nicht abgeschlossen war. Die Filtrationstechnik war auch mangelhaft es wurde Asbest eingesetzt da Kieselgur nur den Exportbierbrauereien zur Verfügung stand.

Ein Spruch meines ehemaligen Chefs ist mir heute noch in Erinnerung , Das deutsche Reinheitsgebot wurde immer in den DDR Brauereien eingehalten !!! Das Gerücht  mit Galle wurde das Bier behandelt um die Bittere zu bekommen wenn die Alphawerte des Hopfens nicht ausreichten, war eine lancierte Information um die sogenannten besseren Westbiere zu forcieren. Schockierend war mein Ausflug nach Barby/Elbe in das Grundbucharchiv, dem alle Grundbücher der DDR in mehr oder weniger feuchten Kellerräumen lagerten, um nachzuweisen das die Immobilien der Brauerei uns schon vor 1934 gehört haben. Nachdem ich die sehr beschädigten Folianten endlich vor mir liegen hatte , alles in Sütterlin. Eine sehr hilfsbereite Mitarbeiterin half mir und zeigte mir einen grossen Raum mit 6 großen Tischen auf denen sich die Folianten stapelten. Meine Frage was passiert hier ?

Sie sagte : O-Ton : “ hier sitzen die Hyänen die die Hungerzone aufteilen, alles Rechtsanwälte aus dem Westen die recherschieren  wem was gehört und dann die Erben kontaktieren und über den Tisch ziehen „. (so jetzt habe ich etwas Luft abgelassen )

– 1981 -1988  kaum Neuinvestitionen in die Brauerei, da das Getränkekombinat keine Notwendigkeit sah und sich, nach meinen internen Informationen, voll auf den Hans Bauer den Betriebsleiter verlassen konnte, da er den Betrieb seines Grossvaters nicht total verkommen lassen wollte.  Da die Brauerei bis dato nur das Flaschenbier und die Limonade in 0,33l Steiniflaschen abfüllte, kam die Entscheidung auf dem freien Grundstück östlich der Brauerei, über die Sporstrasse früher Kurzestrasse, eine neue Abfüllanlage für 0.5l Flaschen zu bauen. Die Investition war bestätigt und für das II. Quartal 89 genehmigt. Doch dann kam die “ Wende „, ich sage immer ein Umsturz, 1945 war schon mal ein Umsturz, was daraus geworden ist sehen wir ja an der Aktuellen Situation !!!

– 1991  “ Kriegswirren “ im ganzen Neufünfland. Da meine alte Tätigkeit als Hauptmechaniker in Köthen durch den Verkauf des VEB Geflügelwirtschaft Köthen an einen Holländer beendet wurde ging ich nach Leipzig als Reprivatisierer und später in das Marketing bis 1996.

– 1992 Konsolidierte sich die Brauerei langsam ohne die Vorwende Ausstoßzahlen zu erreichen. Der Wettbewerb war brutal, wir waren die einzige sächsische Brauerei ohne Westbeteiligung entsprechend auch die Methoden der Mitbewerber. Die Bildzeitung brachte die Schlagzeile “ Gift im Leipziger Bier “ lanciert von einem westdeutschen Biergroßhändler,der so gegen die Leipziger/Ostdeutschen Brauereien vorgegangen ist. In Leipzig gab es eine Firma für Fensterputzmittel und eine Reinigung die FCKW im Produktionsprozess verwendete, wie es damals war liefen wahrscheinlich einige Mengen in den Erdboden. Wir konnten nachweisen, mit vielen Proben die wir in Weienstephan der Brauereiuniversität machen ließen,dass wir nicht betroffen waren. die Gegendarstellung waren 5 Zeilen auf der 6. Seite.

Schwierig waren auch die sogenannten Listungsgespräche mit Kaufland, Globus, Edeka,Metro und Konsum Leipzig. Ein Beispiel : Wir hatten 4 Biersorten um Globus zu beliefern wurden WKZ werbekostenzuschläge fällig. Für jeden Europalettenstellplatz im Getränkemarkt wurden 5000 DM p.A voraus fällig sowie Zahlungen für die wöchentlichen Werbezeitungen und das bei allen Händlern. Kaufland forderte zum Sommerfest jedes Jahr ein Bierzelt mit 100 Sitzplätzen und 10hl Bier, das Verkaufspersonal wurde von Kaufland gestellt und die Erlöse von Kaufland  einbehalten. Das war Normalität im Handel und für und sehr schwer zu händeln. Treue Kunden waren die Leipziger Studentenklubs.

– 1996  Musste ich aus familiären Gründen zurück nach Köthen, wir haben uns am Telefon darüber unterhalten.

–  2008 Erkrankte Hans Bauer sehr schwer (Krebs) und seine Witwe auch als Buchhalterin in der Brauerei tätig wickelte die Brauerei ab.

–  2010 verkaufte sie das Grundstück an eine westdeutsche Immobilienfirma die Eigentumswohnungen in den Gebäuden errichtete. Hier wurden auch einige Schilder entdeckt.

Sehr gut sichtbar bei GOOGLE maps street view. Auf dem Sudhausdach hat sich der Architekt eine Wohnung in 36m Höhe eingerichtet.

Das Emailschild

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Pappschild

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Blechschild

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Angebot für das gesamte Konvolut bitte in Kommentare.

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Selbstverständlich freue ich mich über entsprechende Kontakte zu Sammlern und Händlern oder die Vermittlung zu potenziellen Insidern, die bereit sind ihr besonderes Wissen zu teilen.

Bitte meldet euch unter folgender Email-Adresse: ivo.boeer@gmx.de
Ich freue mich auf unseren Kontakt!

Mit besten Grüßen
I.B.