Archiv der Kategorie: Restaurations-Säuberungstipps
Tick, Tack – Reichs Kolonial Uhr

So, im Urlaub hatte ich mal Zeit mich dem hässlichen Entlein zu widmen. Die Restauration war ein ganz schönes Stück Arbeit. Neues zweiteiliges Ziffernblatt aus Messingblech anfertigen, damit die Weltzeit wieder funktioniert. Dann den Druck für das Ziffernblatt in einem Grafikprogramm nachbauen und mit Stockflecken versehen. Und dann noch das Schild neu anlegen, mit Druck und Goldfassung, noch etwas auf alt getrimmt und fertig . Jetzt kann das gute Stück wieder seinen Dienst als Kolonial Uhr versehen und die hässliche Bauernmalerei ist Geschichte.
ASTRON Dynamo-Licht
Hallo liebe Schildersammler,
ich hab dieses seltene Teil bei ebay erstanden und suche hierzu eine Restaurierungsvorlage. Vielleicht hat ja einer von euch das Teil in der Sammlung oder ein Bild davon. Das gute Stück ist zwar in einem Waue Katalog verzeichnet, aber leider nur mit einer mini kleinen Abbildung.

Besten Dank schon mal im voraus
Walsheimer Negerbier in neuem Glanz

So, mal wieder einem alten Schild zu neuem Glanz verholfen, denke doch ein echt seltenes Stück. Nur die zeitliche Einordnung bleibt mir bei dem Teil ein Rätsel, da es die Brauerei schon ab 1945 nicht mehr gegeben hat, das Bier aber nach dem Kreig in Frankreich noch in Lizenz gebraut wurde. Die Frage für mich 20er oder 50er Jahre.
Manchmal hat man großes vor
Nachdem ich schon manches Schild restauriert habe, war mal eine neue Herausforderung fällig und warum nicht mal was großes machen, 2,50 x 0,70 Meter. Ich hab das Schild im Auftrag für einen Saarländischen Sammler restauriert, scheint ein ziemlich seltenes Teil zu sein, da hab ich mal nicht schlecht gestaunt, was das Ding in dem Zustand bei ebay gebracht hat.

Bodenfund, das Ganze Schild mußte mit 1000er Schleifpapier abgeschliffen werden, da nicht einmal die allseitz bewährte Salzsäure den Dreck ablösen konnte.

Da die Substanz nicht gerade die Beste war, wurde das ganze Schild mit neuen Blechen hinterlegt und zur Stabilisierung mit L-Stahl versehen. War fast, wie wenn man ein alten verrostetes Auto wieder neu aufbaut.

Nach dem das gute Stück wieder einigermaßen gerade war, konnte es dann gespachtelt werden, mit Sage und Schleibe 4 Kg Karosseriespachtel. Dann noch Schleifen und lackieren und die Rückseite schön gemacht. Und fertig ist die Laube.
Nun kann man sich natürlich wieder über Sinn und Unsinn einer solchen Aktion streiten, aber ich finde es schön, wenn jemand einen so tollen Bezug zu seiner Heimat hat.
Maggi auf „Carl“
… gegenüber von meinem Stand wurde dieses Maggi angeboten !
Größe : ca. 90 x 45 cm
… hatte den ganzen Tag das Maggi vor Augen !
Der Preis lag bei 150€
Habe Stunden lang überlegt ob ich es kaufen soll!
Aber alle 5 Buchstaben sind beschädigt !
Ich habe das Schild nicht gekauft. War das ein Fehler ?
Eine Restauration kostet ca. 250€ (50€ pro Buchstabe) Danke für den Tipp Uwe.
Ich wollte halt kein Ölgemälde !
Hat vielleicht einer ein gutes Maggi in der Größe abzugeben ?

Brauerei Beckmann – Solingen


… soll ja alles schön glänzen an Weihnachten

… „Mann“ kann auch im Keller polieren 🙂
So werden PEZ Automaten detailgetreu restauriert
kleiner feiner kommodenfund
moin!
beim erwerb einer kommode inkl.aufsatz bei einem kollegen auffer schanze, war inner obersten schublade noch nen büschen beifang, den ich behalten durfte.
kommode um 1910,frühe art deco ansätze.
nach dem dem einsatz von olivenöl wieder perfekt.
mit dank an klaus vonner schanze!
schön gruss
hofnar
Putz-Teufel
Moin Männer´s, da steh ich im Supermarkt in der Putzabteilung und sehe diese Radierschwämme die Reviersteiger hier neulich mal vorgestellt hat.
Da dachte ich mir, die nimm´ste jetzt mal mit zum ausprobieren.
Altes Blech raus gesucht und mit ner kleinen Ecke angefangen. Und siehe da, funktioniert; sehr guter Tip.
Das blöde daran war jetzt, eigentlich wollte ich nur testen da es leider auch recht Zeitaufwändig ist. Doch jetzt wollt ich alles.
Hier das Ergebnis.
Es geht hier übrigens keines Falls um das Schild an sich, nur um das Putzergebnis.
Leider kein Anfangs Foto gemacht.
Und für alle Erbsenzähler : Ja, ich weiss, man könnte noch mehr rausholen, aber ich hatte jetzt echt kein Bock mehr.
Gruß aus Braunschweig
Andreas
Dr. Klopfer Maccaroni
Wie unvollständig ein Schild aussieht, wenn auch nur eine einzige Ecke fehlt, sieht man sehr schön an diesem Beispiel. Dr. Klopfer Maccaroni, 33x50cm, Emaillierwerk Peters, Elberfeld. Habe dem alten Doc Klopfer seine fehlende Ecke ergänzt, ihn etwas poliert, ansonsten so belassen.
Mit freundlicher Genehmigung des Besitzers.



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Kaiserliche
Vor einiger Zeit hab ich bei mir in der Nähe über E…-Kleinanzeigen das Kais. Postagentur ergattert, soll ursprünglich mal in Frankfurt a. d. Oder gehangen haben und hat dann 10 Jahre in einem Schlafzimmer in Tettnang am Bodensee verbracht. Notdürftig angemalt.
Jetzt hat es von mir eine Frischzellenkur erhalten und kann wieder in altem Glanz erstrahlen.
Danke noch mal an Michael Müller für die Fotos seines Schildes, dadurch konnte ich auch die Feinheiten wieder auffrischen.
Gruss vom Bodensee
Andreas
sternburg-metamorphose
moin!
anbei ein schönes beispiel wie über nacht aus einer alter schuppenflechten-grotte eine nette kleine edelgrotte wurde.
hatte von daniel gerade eine sternburg grotte erstanden und war mit wolf am telephonieren.
schiess mal nen photo rüber. ooh haa, ganz schön zerrockt.mail man daniel,er soll das ding nich nach hh sondern direkt in die graue stadt am meer auf die reise schicken. gesagt getan.
mit freundlicher genehmigung von wolf, darf ich euch seine zwei photos der metamorphose zeigen

tageslicht photo 3 auffer ranch:
hier noch mal der link zu wolfs beitrag „ecke ab? macht nichts.“ zum nachvollziehen:
http://www.schilderjagd.de/ecke-ab-macht-nichts/
vielen dank an daniel für loslassen.
vielen dank an meister wolf für dieses kleine wunder!
schön gruss
hofnar
Wenn´s Blech fehlt
Neulich bei auctionata einen Riesen-Hansi geschossen, sogar noch mit original Deck drauf. Leider waren die Ratten dran und haben am Rand herumgeknabbert. Also muß da ein bisschen neues – altes Blech ran.
Mit dem Schlagschneider, vom Weltbild für 19,– Euro keine große Sache, man muss nur ein wenig geschickt sein.
Fehlstellen auf rostigem Blech anzeichnen und dann „Aussägen“.
Klappt bis auf 1 oder 2 mm ganz gut, hier nur vorgeschnitten, muss dann noch nachbearbeitet werden.
Teil einpassen und dann mit Kunstharz einkleben, Schweißen ist bei dem dünnen Blech an der Kante leider nicht mehr.
So und fertig, schon an der Wand.
Gruss vom Bodensee
Ratzefummel
Diese Woche in der Bucht ein nettes Conti per SK geschossen. Ich war ein wenig hin und her gerissen wegen der Schlieren, da man nicht erkennen konnte, ob die auf oder in der Deckemaille sind – aber no risk, no fun und geklickt. Heute ist das Paket angekommen und natürlich wurde erst mal mit Power Reiniger und feiner Stahlwolle geschruppt – Mist, kaum Erfolg damit, somit leider kein oberflächlicher Dreck. Dann den Schaum erst mal einwirken lassen und und nochmal feste geschruppt – wieder nur sehr wenig Effekt …. Grrrrrrrr. OK Säure ist die allerletzte Option und eigentlich auch ein No Go – denn damit habe ich mir schon mal bei nem anderen Schild den Glanz gekillt. Probieren wir mal den Radierschwamm – ooohhhaaaaa, es geht und die Schlieren verschwinden. Also merke: Wenn schrubben nicht hilft, ist radieren keine Schande! 🙂
Radierschwämme gibt es übrigens in jedem Drogeriemarkt beim Putzzeug – sehen aus wie weiße Schaumstoffschwämme.
ick schwör auf negri ! … oder das letzte schild 2014.
moin!
auflösung zu :
http://www.schilderjagd.de/?p=86122
die belgische blendol variante:
ungeputzt,50×25,platte,gesickter rand ,ösen noch vorhanden, koekelberg/belgien 1939,selten.
anbei ein schöner link mit viel info zur firma:
das o.g. schild wird nicht geputzt.
jemand muss doch mal ein zeichen setzten im „putzjahr“ 2014.
allen blechpestkranken friedliche weihnachten,gesundheit,fette boite und nen guten rutsch!
schön gruss vonner ranch
hofnar
Was lange währt …
… wird irgendwann mal fertig.
Im Sommer ein Veedol bei Ebay günstig geschosssen – ohne obere Aufhängung, ohne Säule, ohne Säulenabdeckung.
Jetzt endlich mal dazu gekommen es etwas herzurichten: geputzt, Aufhängung aus Winkeleisen nachgebaut, passende Säule machen lassen, Schutzblech aus einer Dose hergestellt und lackiert. Geht doch, oder?
Nachher:
Restaurationsvorlage gesucht!
Für die Restauration der Beiden Schilder suche ich eine gute Vorlage der Taube auf dem Moser-Roth und der Medallie auf dem Eisenacher Schild, vielleicht hat ja einer von euch eines der Schilder oder ein gutes Bild davon und kann mir da weiterhelfen. Bilder bitte an andy_straub@yahoo.de.
Besten Dank schon mal im Voraus.
Kaum zu glauben das Eisenacher hab ich für 39,– Euro bei Ebay bekommen. Juhu!!!
Beste Grüsse vom Bodensee
Andreas
Schweißen ja oder nein?
Hallo zusammen,
ich habe kürzlich einen 1953er Sandeman von S.A. Artemail Brux. erworben. Leider hat das Schild an den Ecken teilweise einen Substanzverlust erlitten. Würdet ihr die Ecken schweißen lassen oder das Schild im Original belassen? Schweißen wäre mir eigentlich lieber, um es ordentlich aufhängen zu können. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob ich damit den Wert des Schildes mindere.
Vielen Dank für ein paar Meinungen/Anregungen.
Daniel

Ecke ab? Macht nichts.
Vor ein paar Tagen habe ich Euch hier eine alte Blendol-Dame (Bild 1 + 2) vorgestellt. Der Rand des Schildes rechts war weggerostet und musste aus Gründen besserer Optik ersetzt werden. Nun gibt es ja Schilder, die Grenzfälle darstellen, was eine sinnvolle Restauration betrifft. Machen kann ein guter Profi letztlich alles, was aber nicht immer ästhetisch und finanziell sinnvoll ist. Schweißen ist natürlich erste Wahl, aber es geht auch anders.
Deshalb hier eine kleine Kurzanleitung zum Ersetzen von Ecken oder Rändern an Schildern. Fehlen z.B. die Ecken oben, ist schon das Aufhängen ein Problem. Man braucht eigentlich nicht viel, um kleinere Reparaturen selbst durchzuführen. Diese Methode hier ist m.E. nach besser als die mit Glasfasermatten und Polyesterharz.
Zunächst besorgt man sich etwas rostiges Blech (Bild 3). Dazu kann man eine alte Grotte verwenden, oder man geht auf den örtlichen Recyclinghof und fragt dort nach etwas rostigem Blech, welches man in aller Regel geschenkt bekommt, wenn man es selbst heraussucht. Dieses sollte nicht zu dick sein, damit es noch leicht zu bearbeiten ist. Dann braucht man noch etwas Blattrost, wie er manchmal zentimeterdick an altem Eisen haftet. Diesen schlägt man ebenfalls dort mit einem Hammer ab und nimmt ihn mit. Das Schwierigste daran ist, die fragenden und mitleidigen Blicke der Angestellten dort auszuhalten… (Was will der denn damit?)
Das Blech schneidet man sich dann je nach Bedarf etwa für eine Ecke oder einen Rand zu, dabei auf ausreichende Überlappung achten (Bild 4). Das Blech sollte so lange bearbeitet werden, bis es sich an die Reparaturstelle förmlich „anschmiegt“. Dann fixiert man es an der vorgesehenen Stelle (Bild 5). Es sollte möglichst plan anliegen, loses Material vom Untergrund entfernen.

Zum Verbinden benutze ich Cyanacrylat, das ist nichts anderes als der allgemein bekannte Sekundenkleber. Diesen gibt es hier bei uns im Billigladen für 1€/5Tuben. Für diese größere Reparatur habe ich etwa 10 Tuben verbraucht, also für 2€ Kleber. Dieser Kleber wird z.B. im Dentalbereich verwendet, um etwa Kronen einzukleben. Die Verbindung wird hochfest und ließe sich nur durch massive Gewalt wieder lösen, man kann also ohne weiteres ein Schild an zwei gut angesetzten Ecken aufhängen. Der Kleber ist frei verkäuflich, trotzdem sollte man seine Augen schützen und nicht unbedingt die Dämpfe einatmen.
Der Kleber ist sehr flüssig und schießt durch die Kapillarwirkung in den Spalt zwischen den Blechen. Das kann man auch Stückchen für Stückchen machen. In etwa einer halben Stunde ist der Kleber ausgehärtet und die Zwingen können entfernt werden (Bild 6 + 7).
Im Idealfall liegt das Blech jetzt gut an und bildet nur einen Absatz zum Untergrund etwa in Materialstärke (Bild 8).

Jetzt sieht das Ganze schon wieder vollständiger aus. Nun geht es an das Verschönern und an das Unsichtbarmachen der Reparaturstelle. Dazu brauchen wir den zuvor gewonnenen Blattrost (Bild 9). Dieser muss zunächst gemahlen oder gemörsert werden, bis er etwa die Konsistenz von Kaffeepulver hat (Bild 10). Ich benutze dazu einen alten Eisenmörser vom Flohmarkt. Jetzt geht man Stück für Stück an der Reparaturstelle mit dem Kleber entlang und füllt den Absatz damit auf (Bild 11). Jetzt sofort in den flüssigen Kleber das Rostpulver einstreuen, dieser bindet dabei in etwa ein, zwei Minuten ab und kann danach bearbeitet werden (Bild 12). Das kann man je nach Bedarf in mehreren Schichten machen, bis die Übergänge aufgefüllt sind (Bild 13), dabei einen „natürlichen“ Rostverlauf modellieren. Ein Blatt Papier unterlegen, damit der überschüssige, mühsam gewonnene Rost nicht vergeudet wird. Die entstandene Schicht ist sehr hart und lässt sich mit Schleifpapier (Körnung 80 oder 120) in die gewünschte, endgültige Form schleifen, bis der Eindruck eines homogenen Bleches mit gewachsenem Rost entstanden ist (Bild 15). Ein wenig mit der Drahtbürste die Übergänge „verwischen“. Das kann man natürlich auch auf der Rückseite so machen, bis die Nahtstelle unsichtbar ist. (Bild 14 vor dem Auffüllen und Schleifen)

Die Optik ist unschlagbar, ein nicht Eingeweihter erkennt keine Reparatur, wenn man es richtig macht, und das Ganze hält bombenfest. Wenn man die rostigen Stellen noch ein wenig mit Owatrol behandelt, gleichen sich Farbunterschiede der Rosttöne an und das Ganze ist konserviert gegen weitere Korrosion. Für mich ist das ein sehr guter Kompromiss etwa für Schilder mit geringerem materiellen Wert, oder auch für Sammler, die eben nicht einfach alles weggeben können zur professionellen, teuren Reparatur. Kosten: Ein paar Stunden Arbeit. Aber eben auch nur ein paar Euro. Hier noch ein Beispiel für eine angesetzte Ecke:

Also: Erstmal mit einer Ecke üben, und dann… 🙂
Blendol gerettet.
Sie tat mir einfach leid, deshalb habe ich sie gekauft. Das zweite Bild zeigt den traurigen Zustand, in dem das einst schöne, alte Teil bei mir ankam. Die rechte Seite abgerostet, mit brauner Farbe „verziert“, matt und dreckig. Eine Grotte, ich gebe es zu…
Jetzt habe ich dem Schild in Eigenleistung einen neuen (alten) Rand spendiert, die Übergänge unsichtbar gemacht und die alte Dame einer maschinellen Politur unterzogen. Fertig. Glanz.
Mit dem jetzigen Zustand kann ich leben, bis ich irgendwann ein Besseres finde, das bezahlbar ist. Bis dahin kommt sie an die Wand. Ist doch eigentlich ganz gut geworden, oder?


Bürgerbräu Ravensburg
*Emir´s Wundermittel*
Doch. Stimmt. Es funktioniert.


wie bekommt ihr die Farbe weg
Moin,
in meinen Katakomben hängt da noch son Paulaner rum. Das war mal übel mit Farbe zugeseucht. Vin der Emaille ist die Farbe schon runter, erledigt mit Skalpell und Rasierklinge. Nun hängt im Rost aber aunch noch ne Menge Roz. Wie bekommt ihr den da raus. Sicher werden einige Sandstrahlen, das möchte ich aber vermeiden. Wie sieht es mit Abbeizer aus? Welchen nehmt ihr da, denn Die Krähe gibt es wohl nicht mehr und Grünegg taugt auch nicht mehr das was er einmal war.


























