Archiv für den Autor: Wolf

Hudora

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Was es früher alles gab… Da gab es Rollschuhe, Schlittschuhe, Gleitschuhe. Wer selbst als Kind auf Rollschuhen unterwegs war, kann sich vielleicht an den ohrenbetäubenden Krach erinnern, den die Dinger auf der Straße machten. Auf dem Flohmarkt gefunden: Die passenden, originalen Rollschuhe zum Pappaufsteller.
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Torpedo ☼ Das Juwel ☼

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Nun, wo sich die Gemüter wieder etwas abgekühlt haben, ein farblich passendes Schild mit viel kühlem Weiss. Eigentlich häufiger zu finden, aber in diesem schönen Zustand doch schon wieder seltener. Torpedo in 50x25cm, um 1920, ungehangen, noch mit Eigentumszettel von Fichtel&Sachs auf der Rückseite. Da ich außer dem Meister-Rad ansonsten keine Fahrradschilder habe , wird das gute Stück beizeiten weitergereicht oder eingetauscht.

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http://de.wikipedia.org/wiki/Torpedo-Freilaufnabe

Garantol

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Angeregt durch mehlsack´s Beiträge über Pappschilder habe ich auch mal wieder in meine Pappecke geschaut zum Thema Frischhaltung. Eier länger zu lagern war damals ein Problem. Deshalb konnte man diese in Wasser mit einem Konservierungsmittel einlegen (hier Garantol), um sie länger haltbar zu machen. Bis zu einem Jahr lang… Ob ich davon noch gern probiert hätte? Rülps… Andererseits kenne ich das “Einwecken” auch noch von früher. So konservierte Lebensmittel hielten tatsächlich jahrelang, Reihen solcher Gläser standen bei uns im Keller.
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◄ VIM putzt Alles ►

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Kürzlich konnte ich ein VIM im handlichen Format von 25x40cm ergattern. Der Zustand erwies sich nach dem Putzen und Polieren als durchaus erfreulich und besser als erwartet. Die Machart ähnelt der anderer Schilder aus dieser frühen Zeit, schwerer und flacher Träger, relativ kleines Format wie etwa beim Blendol. Dieses Exemplar trägt auf der Dose noch die englische Herstellerangabe “Sunlight Seifenfabrik”. Das macht die zeitliche Eingrenzung einfacher, es handelt sich hier um die wohl älteste Ausführung dieses Schildes, einzuordnen um etwa 1905, Frankfurter Emaillirwerke. Spätere Ausführungen tragen auf der abgebildeten Dose den Schriftzug “Sunlicht Seifenfabrik”, dann ab 1914 “Neue Sunlichtgesellschaft von 1914″. Wer sich für die Firmengeschichte interessiert, wird hier fündig:

 http://www.albert-gieseler.de/dampf_de/firmen1/firmadet10101.shtml

Alles in Allem ein frühes Zeugnis der Emaillierkunst in der Reklame, das Freude macht!

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Weck´s Saftladen

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Beim Hofnar das erste Mal gesehen, alte Weck Saftflaschen zum Einkochen von Säften, jeweils 0,5l groß. Die schönen Dinger musste ich unbedingt auch haben, also Augen auf beim Flaschenkauf. Schöne Ergänzung zum Weck-Schild, das momentan noch zur Schönheitskur ist. Augenscheinlich sind diese Teile relativ selten und wurden damals weitaus weniger gekauft als die bekannten Weckgläser. Für den Saft konnte man schließlich auch Vater´s Schnapsflasche verwenden, denn die war umsonst. Und man(n) durfte sie vorher leeren…
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Hier noch ein kleines Update (26.02.2015): Diese schönen Flaschen sind neu dazugekommen. Weck Saftflaschen für 0,75l mit geschliffenem Glasstöpsel. Wer sich das berühmte Otto Baumberger Weck-Schild von 1913 ansieht, entdeckt diese Flasche darauf rechts hinten.
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Madaus Honiglebertran

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Bitte, bitte, liebe Mutti, gib mir Honiglebertran Madaus.

Vor kurzem aus der Bucht gefischt, ungeputzt, Ecken großzügig übermalt, die verwendete Farbe dazu vergilbt von durchrauchten Nächten. Nach dem Putzen erwies sich das Mädchen dann als ganz passabel, zur Belohnung habe ich ihr noch ein wenig das Mützchen aufgefrischt. Nun freut sie sich wieder auf das nächste Löffelchen mit Lebertran, auch wenn sich mir dabei noch heute der Magen umdreht…

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Burger Museum

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Angeregt durch microsammlers Hinweis auf das schöne Kaufmannsmuseum in Haslach wollte ich Euch nochmal das Burger Museum vorstellen. Hier ist nicht nur ein Kaufmannsladen der 20er Jahre untergebracht, sondern auch eine alte Sattlerei, ein Frisörladen der 50er Jahre, eine alte Zahnarztpraxis der 20er, eine komplette alte Apotheke und vieles mehr. Sollte es Euch einmal nach Burg in Dithmarschen verschlagen, unbedingt einen Museumsbesuch einplanen, es lohnt sich. Hier ein Blick in den Kaufmannsladen mit virtuellem 360°-Rundgang (dazu beim 360°-Rundgang am linken Bildrand den Museumsbereich auswählen). Man beachte den blauen Thaga-Mann und die Thaga-Figur. Auch ein Gerät zum Wiederverschliessen von Konserven und ein Petroleumfass fehlen nicht. Viel Spaß:

http://www.burger-museum.de/der_kaufmann.htm

Anzünder?

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Hallo, habe vor einiger Zeit dieses lustige kleine Kerlchen gekauft. Meine Vermutung ist, daß es sich um einen elektrisch betriebenen Zigarettenanzünder handelt, wie er in Tabakläden früher auf dem Tresen gestanden hat. Die Figur ist aus massivem Metall hergestellt, auf einem marmorierten Holzsockel montiert und etwa 10cm hoch. Über einen Drucktaster am Hinterkopf wird ein oben im Kopf befindliches Heizelement betrieben. Habe das aber bislang nicht ausprobieren können, da der originale, am Kabel befestigte Bakelitstecker nicht mehr in heutige Steckdosen passt. Wer kennt diese Art von Anzündern oder kann Näheres dazu sagen?
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Glaser´s Wochencichorie

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Ganz und gar schnuckelig, handliches 25x50cm-Format, dick schabloniert, Glaser´s Wochencichorie in Portionen. Kannte ich bislang nicht, scheint auch eher selten zu sein. Ein schöner Fang, leider ohne Emaillierwerksangabe. Die Angabe “in Tagesportionen” ist handgepinselt, siehe Detailaufnahme. Persönlich würde ich das schöne Schildchen zwischen 1910 und 1920 einschätzen, weiss es jemand besser?
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So fing es an…

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Nach Emir´s Beitrag mit dem Juno-Deckel habe ich meinen Rechner durchforstet nach alten Fotos. Und tatsächlich. Der Initialfunke. Das Reklamevirus, noch jung und unterschätzt. Das erste Schild. Völlig unspektakulär, Jentsch Bier in gelebtem Zustand. Ansonsten leere Wände…
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Schirmer Kaffee Leipzig

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Hallo Leute, heute mal ein kleines Kaffee-Teil, wenn auch etwas grottig.

Röst-Kaffee Schirmer in 30x40cm, meines Erachtens nach vor dem 1. Weltkrieg. Besonders schön finde ich die fast ♥-förmigen Punkte über “Röst” und “Leipzig”. Hat das jemand von Euch in gut, oder aber überhaupt schon mal gesehen? Dieses hier habe ich in desolatem Zustand gekauft und so weit hergerichtet, daß man es aufhängen kann…
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Hier seht Ihr noch den traurigen Fundzustand des Schildes:
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Wenn der Hahn kräht…

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…bin ich meistens noch so müde, daß mich das nicht interessiert. In diesem Falle war ich aber wach und habe zugeschlagen. Bevor die Beiden sich noch in die Federn kriegen, habe ich sie auf meinen Hof geholt. Jetzt müssen die Perfekt-Sammler und 0er-Perfektionisten mal wegsehen oder weiterscrollen…

Würdet Ihr den Treffer im Weiß beim kleinen Hahn machen lassen? Der große braucht wohl etwas mehr Schönheitspflege, mal schauen, was sich machen lässt.

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Grimm&Triepel

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Immer mal wieder habe ich nach einem halbwegs guten, bezahlbaren Grimm&Triepel Ausschau gehalten. Neulich gab es dann zwei kurz hintereinander in der Bucht. Bei dem Ersten wurde ich überboten, das sollte wohl auch so sein. Dann der Zweite, der auf den ersten Blick wie eine Grotte aussah. Beim näheren Hinsehen dann der Gedanke: Da könnte putztechnisch was gehen! Immer und immer wieder die Bilder angesehen und schließlich gedacht “Augen zu und durch!” Anbei im ersten Bild der Kaufzustand, zweites Bild auf halber Putzstrecke, drittes Bild das Endergebnis. *Glanz*. Freude. So kann das Jahr 2015 weitergehen…
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Beute-Nachtrag 2014

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Hier noch einige Nachträge zur Beute 2014…

Das ist schon erschreckend, was man in einem einzigen Jahr so alles zusammengetragen hat. Erst beim Zusammenstellen merkt man, wie viele Teile es waren. Habe ich das wirklich alles gekauft? Der Selbstbetrug funktioniert also einwandfrei, das steht fest. Nachdem ich mir vorgenommen hatte, nicht mehr so viele Teile zu kaufen, sondern nur noch dann und wann ein einzelnes, schönes Teil, muss ich mir eingestehen, daß ich in dieser Hinsicht völlig versagt habe. Wird das ein Vorsatz für das neue Jahr?

In diesem Sinne allen Schilderverrückten, Beutejägern, Flohmarktsüchtigen und Sammelwütigen einen guten Rutsch in das neue Jahr 2015!

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P.S. Weck und Ray sind z.Zt. noch in Krefeld beim Restaurator.

Mein erstes Odol

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Ja. Sicher nicht spektakulär, aber doch irgendwie schön. Mein erstes Odol, tatsächlich. So klein, daß es noch ein Plätzchen im Bad gefunden hat. Man liest immer, die seien um 1910 hergestellt worden, in der Literatur findet sich aber auch gelegentlich der Hinweis “vor 1900″. Was stimmt?

Mit Dank an veithwerke!

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Vom Nikolaus

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Vorsicht, es wird scharf geschossen!

Das passte zwar nicht in meinen Schuh, trotzdem hat der Nikolaus es dagelassen. Nettes, seltenes Teil von einem Schiessautomaten aus dem Jahre 1908, Info dazu unter http://www.technoseum-blog.de/?p=516

Nach fleißigem Putzen und Ersetzen der Ecke kann es sich eigentlich wieder sehen lassen, auch wenn es nicht so schön wie das aus dem Museum ist. “Mit Aug´und Hand für´s Vaterland.” Was wohl aus dem Automaten dazu geworden ist?
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Wer trennt sich?

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Nein, keine Angst, dies wird keine Auflage der Yellow Press, in der die neuesten Trennungsgerüchte durchgekaut werden. Sondern: Solifer-Dame gesucht!

Wer also eine solche fleissige Wäscherin abzugeben hat, macht mir bitte ein Angebot, das ich nicht ablehnen kann. Unten sieht man sie bei der Arbeit. Es wird ja immer schwerer, eine gute Perle für die Hausarbeit zu finden. Da ich nicht mehr genau weiß, woher ich das Bildchen habe, bitte ich den Urheber hiermit um Verzeihung und lösche bei Aufforderung sofort. Danke.

reklamewolf@gmx.de  
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Verkaufsschränkchen

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Wenn man solche Verkaufsschränkchen aufhängt, will man diese auch irgendwie füllen und macht sich im Haus auf die Suche nach Geeignetem. Und wundert sich dann, was man im Laufe der Zeit alles angesammelt hat, von dem man schon gar nicht mehr wusste. Bin ich ein Messie?
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Imperial Grudeherde

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Es wird langsam kalt. Da wird es Zeit, was zum Einheizen zu besorgen. Und es braucht ein heisses Plätzchen für den Teepunschkessel.

Imperial Grudeherde, 35x55cm, um 1925. “Der Patent-Hochglutentwickler”.
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Ölflaschen abzugeben.

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Hallo,

habe im Tausch gegen ein Schild diese zwei alten Ölflaschen bekommen. Da das nicht mein Beuteschema ist, gebe ich diese nun an die Benzinfraktion ab. Schöne Erhaltung, geeicht jeweils für 1 Liter BP oder Essolub, diese noch mit dem originalen, geprägten Ausgießer. Wer also Interesse daran hat, macht mir unter reklamewolf@gmx.de oder direkt hier ein gut geöltes Angebot für beide, dann machen sich die schönen Flaschen wie geschmiert auf die Reise.
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Ecke ab? Macht nichts.

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Vor ein paar Tagen habe ich Euch hier eine alte Blendol-Dame (Bild 1 + 2) vorgestellt. Der Rand des Schildes rechts war weggerostet und musste aus Gründen besserer Optik ersetzt werden. Nun gibt es ja Schilder, die Grenzfälle darstellen, was eine sinnvolle Restauration betrifft. Machen kann ein guter Profi letztlich alles, was aber nicht immer ästhetisch und finanziell sinnvoll ist. Schweißen ist natürlich erste Wahl, aber es geht auch anders.

Deshalb hier eine kleine Kurzanleitung zum Ersetzen von Ecken oder Rändern an Schildern. Fehlen z.B. die Ecken oben, ist schon das Aufhängen ein Problem. Man braucht eigentlich nicht viel, um kleinere Reparaturen selbst durchzuführen. Diese Methode hier ist m.E. nach besser als die mit Glasfasermatten und Polyesterharz.

Zunächst besorgt man sich etwas rostiges Blech (Bild 3). Dazu kann man eine alte Grotte verwenden, oder man geht auf den örtlichen Recyclinghof und fragt dort nach etwas rostigem Blech, welches man in aller Regel geschenkt bekommt, wenn man es selbst heraussucht. Dieses sollte nicht zu dick sein, damit es noch leicht zu bearbeiten ist. Dann braucht man noch etwas Blattrost, wie er manchmal zentimeterdick an altem Eisen haftet. Diesen schlägt man ebenfalls dort mit einem Hammer ab und nimmt ihn mit. Das Schwierigste daran ist, die fragenden und mitleidigen Blicke der Angestellten dort auszuhalten… (Was will der denn damit?)

Das Blech schneidet man sich dann je nach Bedarf etwa für eine Ecke oder einen Rand zu, dabei auf ausreichende Überlappung achten (Bild 4). Das Blech sollte so lange bearbeitet werden, bis es sich an die Reparaturstelle förmlich „anschmiegt“. Dann fixiert man es an der vorgesehenen Stelle (Bild 5). Es sollte möglichst plan anliegen, loses Material vom Untergrund entfernen.

 

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Zum Verbinden benutze ich Cyanacrylat, das ist nichts anderes als der allgemein bekannte Sekundenkleber. Diesen gibt es hier bei uns im Billigladen für 1€/5Tuben. Für diese größere Reparatur habe ich etwa 10 Tuben verbraucht, also für 2€ Kleber. Dieser Kleber wird z.B. im Dentalbereich verwendet, um etwa Kronen einzukleben. Die Verbindung wird hochfest und ließe sich nur durch massive Gewalt wieder lösen, man kann also ohne weiteres ein Schild an zwei gut angesetzten Ecken aufhängen. Der Kleber ist frei verkäuflich, trotzdem sollte man seine Augen schützen und nicht unbedingt die Dämpfe einatmen.

Der Kleber ist sehr flüssig und schießt durch die Kapillarwirkung in den Spalt zwischen den Blechen. Das kann man auch Stückchen für Stückchen machen. In etwa einer halben Stunde ist der Kleber ausgehärtet und die Zwingen können entfernt werden (Bild 6 + 7).

Im Idealfall liegt das Blech jetzt gut an und bildet nur einen Absatz zum Untergrund etwa in Materialstärke (Bild 8).

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Jetzt sieht das Ganze schon wieder vollständiger aus. Nun geht es an das Verschönern und an das Unsichtbarmachen der Reparaturstelle. Dazu brauchen wir den zuvor gewonnenen Blattrost (Bild 9). Dieser muss zunächst gemahlen oder gemörsert werden, bis er etwa die Konsistenz von Kaffeepulver hat (Bild 10). Ich benutze dazu einen alten Eisenmörser vom Flohmarkt. Jetzt geht man Stück für Stück an der Reparaturstelle mit dem Kleber entlang und füllt den Absatz damit auf (Bild 11). Jetzt sofort in den flüssigen Kleber das Rostpulver einstreuen, dieser bindet dabei in etwa ein, zwei Minuten ab und kann danach bearbeitet werden (Bild 12). Das kann man je nach Bedarf in mehreren Schichten machen, bis die Übergänge aufgefüllt sind (Bild 13), dabei einen „natürlichen“ Rostverlauf modellieren. Ein Blatt Papier unterlegen, damit der überschüssige, mühsam gewonnene Rost nicht vergeudet wird. Die entstandene Schicht ist sehr hart und lässt sich mit Schleifpapier (Körnung 80 oder 120) in die gewünschte, endgültige Form schleifen, bis der Eindruck eines homogenen Bleches mit gewachsenem Rost entstanden ist (Bild 15). Ein wenig mit der Drahtbürste die Übergänge „verwischen“. Das kann man natürlich auch auf der Rückseite so machen, bis die Nahtstelle unsichtbar ist. (Bild 14 vor dem Auffüllen und Schleifen)

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Die Optik ist unschlagbar, ein nicht Eingeweihter erkennt keine Reparatur, wenn man es richtig macht, und das Ganze hält bombenfest. Wenn man die rostigen Stellen noch ein wenig mit Owatrol behandelt, gleichen sich Farbunterschiede der Rosttöne an und das Ganze ist konserviert gegen weitere Korrosion. Für mich ist das ein sehr guter Kompromiss etwa für Schilder mit geringerem materiellen Wert, oder auch für Sammler, die eben nicht einfach alles weggeben können zur professionellen, teuren Reparatur. Kosten: Ein paar Stunden Arbeit. Aber eben auch nur ein paar Euro. Hier noch ein Beispiel für eine angesetzte Ecke:

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Also: Erstmal mit einer Ecke üben, und dann… :-)

Blendol gerettet.

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Sie tat mir einfach leid, deshalb habe ich sie gekauft. Das zweite Bild zeigt den traurigen Zustand, in dem das einst schöne, alte Teil bei mir ankam. Die rechte Seite abgerostet, mit brauner Farbe “verziert”, matt und dreckig. Eine Grotte, ich gebe es zu…

Jetzt habe ich dem Schild in Eigenleistung einen neuen (alten) Rand spendiert, die Übergänge unsichtbar gemacht und die alte Dame einer maschinellen Politur unterzogen. Fertig. Glanz.

Mit dem jetzigen Zustand kann ich leben, bis ich irgendwann ein Besseres finde, das bezahlbar ist. Bis dahin kommt sie an die Wand. Ist doch eigentlich ganz gut geworden, oder?
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Wer weiß es?

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Schönes, altes Seifenschild bekommen, etwas grottig, aber interessant. Maße 46x62cm, Emaillierwerk Gottfried Dichanz, Berlin um 1920. Habe die matten Stellen auspoliert, die Fehlstelle oben rechts und die Ecke oben links ersetzt. Was mich ratlos macht, sind die beiden im Schild vorgesehenen Schlitze oben in den Ecken, diese sind definitiv nicht nachträglich ausgeschnitten, was man an der Emaillierung erkennt. Wozu waren diese, war da was eingehängt? Ein Regalbrettchen mit Packungen etwa? Oder konnte man das Schild direkt an das Verkaufsregal hängen bzw. stecken? Wer weiß eine Antwort oder hat sogar ein ähnliches Schild?
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Für den Kautabak-Sammler: Spucknapf.

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Heute von einem alten Herrn bekommen, dem die Funktion dieser Schale noch bekannt war. Passend für den Kautabak-Sammler, der schon alles hat: Ein alter, originaler Spucknapf bzw. eine Spuckschale, wie sie bis weit in die 20er Jahre in Kneipen auf Tisch oder Tresen stand für den Kautabak kauenden Gast. Die Verwendung von Spucknäpfen wurde zu dieser Zeit als Fortschritt der Manieren und Gesundheitsvorsorge angesehen. Mit dem Ende des 2. Weltkrieges verschwanden dann fast alle Spucknäpfe aus der Öffentlichkeit. Wer Interesse daran hat zur Ergänzung seiner Kautabak-Sammlung, nimmt bitte Kontakt mit mir auf unter reklamewolf@gmx.de und macht mir ein Angebot. Und keine Angst- das Teil ist schon sehr lange nicht benutzt worden und sauber…

Original aus der Zeit, kein Nachguss, massives Gusseisen, ca. 23cm Ø
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Eiche Glasplakat – ZU HABEN

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Da es den Weg an die Wand noch immer nicht geschafft hat, trenne ich mich von meinem witzigen Eiche Glasplakat der 50er. Die Maße betragen 24x36cm, oben versehen mit zwei Aufhängelöchern, sehr schöner Zustand. Angebote bitte an reklamewolf@gmx.de oder hier. Reichtümer werden nicht erwartet…
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P.S.: Geflügeltes Wort von damals, als es Eiche Pils noch gab: Abends Eiche – morgens Leiche! :-)