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Blüte und Niedergang der Fassadenreklame an einem Beispiel

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Die Kleinstadt Wusterhausen/Dosse galt als „Sommerfrische“ für die Großstädter aus dem 80 km entfernten Berlin. Was lag also näher als den Giebel eines großen Gebäudes gegenüber des Bahnhofes zu nutzen, um die ankommenden Sommerfrischler auf eines der 1.Häuser am Platz aufmerksam zu machen, wie die Aufnahme von 1905 zeigt.

Nach dem 2.Weltkrieg wurden fast alle Hotel-und Gaststättenbetriebe mehr oder weniger verstaatlicht. Das Hotel „zum Landhaus“ wurde zur HO-Gaststätte „Landhaus“ , aus den Hotelzimmern hat man Wohnungen gemacht und aus dem Festsaal ein Kino. Somit war diese Fassadenreklame überflüssig.

Nachdem das Haus mit der Fassadenreklame in der DDR als „Gesundheitszentrum“ mit verschiedenen Arztpraxen genutzt wurde, fiel im Jahr 2004 dem Discounter Aldi-Nord ein, an gleicher Stelle einen Supermarkt zu errichten. Das Gründerzeithaus wurde weggerissen und anstatt der Fassadenreklame kann man heute einen Parkplatz mit nüchternem Aldi-Pylon bewundern.

Die Qual der Wahl…

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…habe zwei dieser Klassiker durch Zufall zur gleichen Zeit bekommen. Eines mit Signatur „SB“ und eines ohne. Es wäre nett wenn mir jemand vom Fachpublikum hier etwas zur Signatur sagen könnte. Welches ist das ältere Schild von beiden? Beide sind gleich groß, wobei das unsignierte meiner Meinung nach nicht ganz so dick schabloniert ist, dafür aber weniger Abplatzer hat. Hm…bräuchte echt nen Tip vom Experten zur Meinungsfindung ;)….wobei mir meine „innere Stimme“ sagt: „…behalte das signierte Schild obwohl es ein paar mehr Abplatzer hat!“… 😉

öffentlicher Fernsprecher

Danke für Eure Hilfe!

Meine ersten Fundstücke

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Dieses Schild begründete die Sammelleidenschaft von mir und meinem Bruder. Als ich 1982 im jugendhaften Alter von 12 Jahren mit meinen Freunden Versteck spielte, in zum Abriss stehenden Häusern, da sah ich in meinem Versteck, auf dem Dachboden eines uralten Hauses eine rechteckige Wölbung unter einer 5 cm dicken Staubschicht vor mir. Ich wischte mit dem Zeigefinger auf die Wölbung und die knallgelbe Farbe kam zum Vorschein. Ich konnte mir damals nicht so recht erklären was das sein soll. Ich wischte weiter und dieses Traumschild kam zum Vorschein. Ich dachte mir, das nimmst Du mal lieber mit nach Hause. Ohne den Wert zu wissen, schmiss ich es vom Dachboden, daher auch der Platzer links unten. Letztendlich hat mich dieses Schild so fasziniert und meinen Bruder mit, das daraus die Leidenschaft für Emailleschilder gewachsen ist. Das Schild hat die Maße L50xB32 cm und ist im Zustand 1+. Auch hier würde mich der Wert unter Sammlern interessieren, denn auf dieser Zigarrenmarke beruht ja der Roman von Walter Kempowski „Tadellöser&Wolff“. Es dürfte so zwischen 1920-30 sein und ist von C.Robert Dold,Offenburg.
Danke für Eure Hinweise 😉

Loeser & Wolff

Mein zweites Schild fand ich bei einem Freund im Schuppen und schwatzte es ihm ab, da waren wir gerade mal 12 Jahre alt. 😉 Das Schild ist im Zustand 1 und hat die Maße L50xB24 cm. Bis auf ein paar kleine Verfärbungen am Rand ist es top! Ich denke es ist um 1920. Hergestellt von C.Robert Dold, Offenburg. Mich würde der Wert unter Sammlern interessieren, denn oft gesehen hab ich dieses Schild noch nicht. Danke für Eure Hinweise 😉

echte Wagner Margarine