Kleines OSRAM-Schätzchen

(( Weil ich die Ebay-Ersteigerungen jeweils an eine deutsche Adresse senden lasse, dauert es manchmal eine Weile, bis die Objekte bei mir sind. ))

Nun ist dieses seltene, kleine – 19 x 34 cm – Osram-Schild eingetroffen.
Erstens ist es farblich in einem hervorragenden Zustand. Und zweitens ist es alt, 100%ig, denn die Machart ist schabloniert und – wichtiger – die Halbtöne sind ein Litho-Raster.
Der Bajonett-Anschluss deutet auf eine Auto-/Motorrad-Birne hin.

http://www.schilderjagd.de/osram-tuerschild-knaller/#comments

L1100886

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24 Gedanken zu „Kleines OSRAM-Schätzchen

  1. stiller beobachter

    Hallo Börse,

    das Schild wurde ja seinerzeit hier heftig diskutiert. Es hatte aufgrund des genialen Entwurfes über 100 Beobachter, aber keiner der Hardliner ist dran gegangen. Warum? Weil es ein zwar gut gemachtes, aber dennoch ein Replika ist, egal ob Schablone oder Halblitho, die Polen bekommen alles hin. Tu uns den Gefallen und stelle hier ein Bild von der Rückseite ein. Wir alle wissen doch, dass die Rückseite eines Emailschildes seine Geburtsurkunde ist. Danke für die Mühe.

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  2. Börse DOTTIKON

    Hallo „Stiller Beobachter“ … bei meinem Artikel ist der Link angefügt, der zur Diskussion führt, die hier über jene Auktion geführt wurde.
    Wie ich damals ausführte, kannte ich das Schild schon von früher (nicht das identische), weshalb ich über seine Echtheit absolut sicher war, ich sah es damals bei einem der renommiertesten Händler, war sehr interessiert, es war mir aber einfach zu teuer. Damals gabs diese Polenschilder noch gar nicht. – Aufgrund der Bilder im Ebay wäre ich auch nicht überzeugt gewesen.
    Ich sammle nun einfach schon zu lange Emailschilder, um schlüssig beantworten zu können, ob ein Schild alt oder neu ist. Und ob Halbtöne im Offset- oder Lithoraster ausgeführt sind, kann ich professionell beurteilen (zur Info, den Begriff Halblitho gibts nicht). Die amateurhafte Meinung, eine Rückseite sei in allen Fällen die Geburtsurkunde eines Emailschildes trifft in vielfach zu, aber nicht immer, da kann man sich bei sog. Hardlinern erkundigen. Die Rückseite hat Schlieren, allerdings nur im Schwarz.
    Nebenbei bemerkt ist der Satz … „ein zwar gut gemachtes, aber dennoch ein Replika ist …“ eine Anmassung in der Beurteilung eines Schildes ohne es in den Händen gehalten zu haben.
    Und noch das: Von „stillen Beobachtern“ lebt diese Site nicht, aber vielleicht stellt man ja hier auch mal ein Schild vor.

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  3. stiller beobachter

    ok, aber erst, wenn du die rückseite deines originals zeigst. warum zierst du dich so??

    und warum sind die verletzungen bei deinem uralten osram so neu?

    und wo ist die herstellerkennzeichnung?

    und warum hältst du alle anderen Sammler, die auf das Angebot NICHT geboten haben, für deppen?

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  4. jannijanne

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass das Schild vor ca. 6 Monaten auf einer holländischen Kleinanzeigenseite eingestellt war. Ein holländischer Sammlerfreund wies mich aber schnell auf die Unechtheit hin. Er kannte das Teil bereits. Natürlich sagt eine Rückseite eine Menge aus,aber nicht alles. Herstellerbezeichnung ist nicht immer gegeben,muss auch nicht. Es gibt unzählige Schilder ohne Hersteller. Allerdings sind die Emailleschäden sehr frisch und irgendwie „strukturiert“. Ich bleibe bei der Meinung, dass es sich um eine Sammleranfertigung handelt.

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  5. Blechdosenjunkie

    @ stiller beobachter
    wenn du mal ein bisschen recherchiert hättest, wärest du auf die beendete Ebay-Auktion gestossen, wo auch die Rückseite des Schildes abgebildet ist !
    Ob das Schild nun ein Original ist oder nicht, vermag ich allerdings auch nicht zu sagen.

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  6. Börse DOTTIKON

    Hier noch ein paar Anmerkungen:

    – Die Verletzung rechts oben scheint neueren Datums, die beiden andern sind älter.
    Weisen nicht viele Schilder (leider) neuere Verletzungen auf, z.B. wenn sie in einen Container geworfen wurden? Was ist denn das für ein Argument der Altersbestimmung?

    – Längst nicht alle Schilder haben Herstellerbezeichnungen, das wissen sogar Sammler-Anfänger.

    – Ich halte hier niemanden für einen Deppen (das ist eine unverschämte Unterstellung und so nicht akzeptabel!). – Ich schrieb ja, ich hätte wahrscheinlich auch nicht geboten, wenn ich das Schild nicht von früher gekannt hätte.

    – Und es ist seltsam, ein solches Schild tauchte vor über 30 Jahren auf und jetzt wieder einmal eines. Das ist ja ein äusserst lukratives Geschäft für polnische Fälscher!

    – In der zusätzlich angefügten Beschreibung des Verkäufers war u.a. zu lesen:
    „Ich sage DANKE für die Vielzahl der Sofortkauf Angebote, aber ich werde es über die Auktion laufen lassen (…) möge der bessere Bieter gewinnen“. Und: „wie mir mitgeteilt wurde von einem Ebay Mitglied, der auch Emailschilder sammelt, dass dies Emailschild aus dem Jahre 30´er 40´er aus der Schweiz ist“ … (das war nicht ich).

    Und was ich noch erwähnen darf: Meine Beurteilungsmöglichkeiten über Schilder und Druckarten basieren nicht auf Halbwissen über Rückseiten. U.a. habe ich gelernt einen Hoch- von einem Tiefdruck zu unterscheiden, kann einen Offsetdruck beurteilen, kenne auch die Eigenart des Lithopunktes.
    Von mir aus kann aber natürlich jedermann und -frau aufgrund von BIldern und Vermutungen dieses Schild beurteilen.

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  7. hofnar

    moin dottikon!

    bei türschildern kenne ich mich nun nicht gerade aus und möcht mich auch nicht in die o.g. diskussion einmischen.

    fakt für mich: ist ein schönes schild mit schnuckeligen format.

    kleine anmerkung: bin der meinung das, es sich bei der abbildung um eine normale glühbirne mit bajonettfassung handelt, aufgrund der form und der anordnung des glühdrahts.

    handelsüblich für französische und englische lampenfassungen.

    schön gruss
    hofnar

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  8. Börse DOTTIKON

    Moin Hamburg

    Ein Kollege machte mich auch bereits darauf aufmerksam, dass es sich um eine normale Glühbirne handelt (und nach meiner persönlichen Erfahrung sind diese Bajonette z.B. in Frankreich absolut üblich). Interessant ist auch deine Äusserung „aufgrund der Form und Anordnung des Glühdrahts“, da werde ich zukünftig darauf achten.

    Danke für den Kommentar.

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  9. pelzprimat

    ich (seit 24 Jahren am start) bin mir leider nicht sicher, ob es alt ist oder nicht. was mich nur stutzig macht, ist die tatsache, dass die „oldscool sammler“, die schon seit den 70 gern dabei sind und auch mal auktionen veranstalten, nicht drauf gehalten haben.denn: alle liegen auf der lauer und keiner läßt sich die wurst vom brot nehmen!!!ich kann mir nicht vorstellen, dass sich die wahren experten solch ein teil entgehen lassen, wenn es original wäre! ich vergleiche das mit dem run auf die just wolfram schilder,da griff jeder beherzt zu und wollte was von dem kuchen abhaben! fakt ist: für 200 euro hat der käufer hier rein gar nichts falsch gemacht! ein schönes schild,ohne frage, graphiscvh anspruchsvoll!
    manchmal gibt es so seltene schilder, da traut sich dann keiner ran und den erwerber freut es-schlauer sein als der rest der „sammlerfamilie“ ist das stichwort;-))!

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    1. Börse DOTTIKON

      Mich hat das auch gewundert, wie tief ich das Schild schlussendlich erhielt (n.b. ich gab einen wesentlich höheren Preis ein).
      Ein Nachteil von Internet-Auktionen ist eben, dass man die Objekte auch trotz vielen Abbildungen nicht original prüfen kann, – ich bin mir sicher, der Besitzer hätte es an einer Börse zu einem wesentlich höheren Preis verkaufen können.

      Zu den Auktionatoren: Der „jüngere“ kannte das Schild wahrscheinlich nicht und dem „älteren“ war es vielleicht zu wenig in Zustand null.

      Noch dieser Hinweis:
      Die seltensten Schilder sind meistens jene, die im Laufe der Zeit durch neue ersetzt wurden, die alten wurden jeweils verschrottet, die hatten höchstens den Wert von Alteisen. Und wie wir alle wissen, war Osram eine der Firmen, die sehr intensiv mit emaillierter Reklame geworben hat. Und sie haben mit Sicherheit immer wieder ältere durch neue ersetzt.

      > Pelzprimat. Ich will nicht schlauer sein, als der Rest der Sammlerfamilie, es ist nur so, dass ich schon sehr lange sammle und schon sehr vieles gesehen habe, notabene ohne Anspruch alles zu kennen.

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  10. michl

    das schild ist ein original und wenn ich das auktionsende nicht verpennt hätte, hinge es jetzt bei mir. ruedi: glückwunsch zum schnäppchen. holländische sammler und händler sind übrigens nicht allwissend ich bin da auch schon einer fehlinformation aufgesessen die mich im anschluss nerven und eine freundschaft gekostet haben. (inzwischen gottseidank wieder hergestellt)

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    1. Börse DOTTIKON

      Michls Kommentar, aus berufener Feder, würde ich dazu mal sagen.
      Danke!, es freut mich, dass du als ausgewiesener Fachmann gleicher Meinung bist mit mir … und, ich bin mir bewusst, dass du dich hier nur noch in Ausnahmefällen äusserst.
      (Nun stellt sich mir natürlich die Frage, was du als Limit eingegeben hättest … smile.)

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    1. Börse DOTTIKON

      Das wird immer besser … herzlichen Dank „Metallgraf“.
      Aber auch allen andern, auch den kritischen Stimmen, ein grosses Dankeschön! Die Diskussion wurde nie gehässig oder beleidigend geführt.

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  11. oliver

    Dennoch sind es Meinungen von ziemlich unbekannten Personen…. Metallgraf etc ?? Ein für und wieder…… Wie oben schon gesagt …Hätten sich die wirklich wahren Reklameschildersammler und Händler das Schild– wenn es so selten sein soll und echt—– entgehen lassen??? Meine Meinung dazu. Ich wünsche Ihnen Börse Dottikon daß es echt ist, kaufen würde ich es selber nie.

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    1. schilderdani

      Die „wirklich wahren Reklameschildersammler und Händler“ hatten halt Zweifel an der Echtheit des Schildes,die niemand so recht zerstreuen konnte….um so besser für „Börse Dottikon“,der eben keiner dieser Zweifler ist und deswegen letztendlich einen Schnapper machte!

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      1. BÖRSE DOTTIKON

        > Oliver
        „Michl“ ist hier wahrscheinlich den meisten ein Begriff. Er hat eine grosse, ausgesuchte Sammlung, verfasste hier bis vor etwa einem Jahr regelmässig Berichte und schrieb viele Kommentare. Im nächsten Jahr findet im Spielzeugmuseum Basel eine grosse Ausstellung über Emailschilder statt, bei dem er den Lead inne hat. Ich denke, wenn er kein Fachmann ist, wer dann?
        „Metallgraf“ war mir bis heute auch kein Begriff, es lässt sich auch kein Name aus seiner eMail-Adresse ableiten. Aufgrund seiner glasklaren Aussage besitzt er vermutlich eine Dokumentation über die Emaillerie Koeckelberg.
        Nun, man kann natürlich trotzdem alles anzweifeln – vor allem wenn man das Schild noch nie in natura gesehen hat. Ich sah das Schild das erstemal – wie schon mehrfach erwähnt – beim u.U. besten und seriösesten Händler der Szene – und der verkauft mit Sicherheit keine Replikas oder Fakes.

        > Schilderdani
        Danke für deinen Kommentar! Ja, ich war keiner dieser Zweifler, denn ich kannte dieses Schild. Viele Zweifler waren wohl von derjenigen Sorte, die sich nicht vorstellen können, dass es Schilder gibt, die sie nicht kennen und sie dann relativ voreilig als neu o.ä. bezeichnen. Mich lehrte die Erfahrung immer wieder anderes.

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  12. michl

    Das Schild ist inzwischen in meiner Sammlung gelandet und ist unter meinen gut 40 verschiedenen Osramschildern mit Sicherheit eines der TOP-3. Ruedi ich danke dir herzlich für diese (Micky würde sagen: …) Schmakazie. Wer Lust hat, kann mich am kommenden Sonntag in Friedrichsdorf darauf ansprechen ich habe es im Jackett… aber nur zum zeigen. „Ätsch!“

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  13. michl

    übrigens…. die Diskussionen um dieses Schild zeigen, wie wunderbar man ein Schild mit dummen Geschwätz kaputt reden kann. In diesem Fall: zu meinem Vorteil. Also: „weiter so !“

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  14. Börse DOTTIKON

    Irgendwann ist man nicht mehr so wahnsinnig habgierig, vielleicht auch, weil man im Laufe der Zeit klar feststellt, dass alles was wir sammeln ja nur Material ist und die Welt nicht unter geht, ob man «es» nun (noch) hat oder nicht (mehr).
    Und hie und da befällt mich auch die Einsicht, dass es Objekte gibt, die ihren Platz am richtigen Ort haben sollten, in diesem Fall eine Glühbirne zum konsequentesten Birnensammler der Szene.
    So ist es dann geschehen am Samstagabend und tatsächlich dreht sich die Welt noch immer (smile).
    Michael: Es freut und ehrt mich, wenn es zu deinen Top-3 gehört!

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  15. salem12

    Das OsramTeil ist ja neben dem Dapol Türschild ein weiteres Highlight auf der FD Auktion, passen auch gut zusammen…………………………… feix

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  16. Börse Wohlen

    Moment-Nachtrag, Waue-Auktion 7. Dezember 2019::
    Osram (Titel)
    19 x 34 cm, gewölbt, Emaillerie Koekelberg-Belgique, schabloniert und lithographiert, der Entwurf erinnert ein wenig an Hans Rudi Erdt, der um 1910 einige Entwürfe für die Firma lieferte. Auf jeden Fall ein fantastisches Schild, das ich kein zweites Mal in diesem makellosen Zustand kenne. In den Löchern befinden sich noch die Messing-Ösen.
    Um 1930, Limit 1200, Schätzpreis 4000 (allerdings in perfektem Zustand)

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