24 Gedanken zu „Quilmes nun hier zum SK 7100

  1. Börse Dottikon

    Wie das? Das Schild war doch als ganz «normale» Auktion am Laufen und bereits über 4000 Euro? Und jetzt ab 5000 oder SK 7100??? Etwas seltsam.

    Aber um auf die Frage von Jens zu kommen: Wenn ich meine Sammlung auf ein Dutzend Schilder reduzieren müsste, wäre das QUILMES sicher mit dabei.
    Die Anmut dieser südamerikanischen Lady ist einmalig. In der Nacht in einem Garten tanzend, das kühle Bierglas quasi als Partner … wenn ich die Szenerie mit unserer europäischen Bierwerbung vergleiche, kommt die Hiesige in grossen Teilen ziemlich schlecht weg. Dazu das bombastische Format und man kennt das Entstehungsjahr und ebenso den Gestalter. Kurzum, wer von historischer Reklame-Kunst spricht, kommt um das QUILMES nicht herum.
    Ob man das Schild nicht restaurieren sollte, ist eine Glaubensfrage. Ich hätte es eher nicht, würde aber die jetzige Restauration doch nicht entfernen, da ja auch ein Bild vor der Restauration vorhanden ist.

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  2. markuss

    Hab zu sowas mal ne Frage!
    Sind solche Schider ursprünglich tatsächlich zu „einfachen“ Werbezwecken entstanden wie unsere Maggi oder Persil? Wenn ja, wo hing sowas? Oder waren das schon immer eher Kunstwerke die nur in den „Ersten Häusern“ am Platz hingen?

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  3. Jens Beitragsautor

    @markuss auf alten Postkarten sind manchmal Schilder zb. ein Laferme Raucher oder Problem Türke neben einem Maggi Balken zu sehen, ich kann mir schon vorstellen wie diese Schilder an den Fassaden in Argentinien hingen, waren ja extra dafür gemacht und damals nicht so beachtet.

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  4. Börse Dottikon

    >maurer> … wenn der europäische Zirndorfer «Kojak» besser zu Dir passt, solltest Du natürlich kein Quilmes aufhängen … smile.

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  5. markuss

    Meine Frau hatte dazu gestern Abend noch nen ganz trockenen Kommentar nachdem ich hier schon geschrieben und geschwärmt hatte.
    Zitat: „Wenn das Ding nicht aus Emaile wäre, würdest du das nicht mit dem A… ansehen“

    Hat sie Recht??? Ich hatte kein wirkliches Gegenargument und lass es mal so stehen…

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  6. hofnar

    moin markuss!

    1 : 0 för dien fru!

    wunderschönes emaille-plakat ,gehört in ein ca.100 qm grosses wz odern nen loft alleine an einer wand.

    würd mir reichen sowas mal live zu sehn mit anfassen ;- )

    nicht meine liga, nicht mein gemüse.

    schön gruss
    hofnar

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  7. Börse Dottikon

    > Hofnar, –
    In den Anfangszeiten meiner Schildersucht waren diese Art Schilder auch nicht meine Liga. Aber die Sammlung vergrösserte sich über die Jahre kontinuierlich und hin und wieder trennte ich mich auch von Schildern, um ein besseres erwerben zu können. Ein Grundsatz von mir: Weniger ist manchmal mehr. …
    Damit stieg ich langsam aber stetig auf bis in die »Bundesliga» (wie mir Freunde bestätigen) und ich bin mächtig stolz, dass u.a. so ein QUILMES in gutem Zustand bei mir an der Wand hängt (leider ist das Atelier keine 100m2, was ein Traum wäre).

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  8. Börse Dottikon

    Kleine Zugabe.
    Eines der allerersten grossen QUILMES welches nach Europa kam, hatte Andreas Maurer und ich konnte es bei einem meiner Besuche in seiner grossen Wohnung in Zofingen bewundern … und war hin weg. Das war so um 1990. Und damals war für mich klar, dass irgendeinmal auch einmal so ein QUILMES bei mir hängen wird.
    Andreas war auch ein totaler LUTTERBACH-Fan und ein Zimmer war praktisch voll von dieser Elsässerin und wir analysierten die Grafik und die Farben ohne Ende (vier von den grossen Ausführungen sind nun als Andenken auch in Dottikon). – Diese Nachmittage und Abende bei Andreas werde ich meinen Lebtag nie vergessen, sie waren spannend, ausufernd, informativ, epochal, bisweilen auch ziemlich feucht (…).

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  9. Christoph

    @maurer: „aber zu uns Euopäern passt es absolut nicht“.
    Lasse ich nicht gelten, bei vielen wunderschönen Schildern ging es doch um das Exotische: Trumpf Schokolade, Enver Bey, Grathwohl, Greiling, Fyffes, Alba, Rim, Bière Arennaise, etc. etc.
    Geschmackssache, mir gefällts. Vielleicht stellt Jens die nächste Umfrage in Gegenrichtung:
    Kennst Du „Sammler“ die „sehr teure“ Schilder verachten?

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  10. marco

    guten aben mon seniores ich gehöre auch zur bundesliga, alle casanova hunde habe ich im zwinger. böse dotikon hat eindeutig recht, minderwertig abstoßen , gegen teuer was meint ihr?

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  11. markuss

    nee jens, ist ein rauchender und biertrinkender seemann aus bremerhaven (siehe Karlsburg)
    @marco: erstmal genug minderwertig haben um teuer zu kaufen 😉

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  12. michl

    meine erste sammlung habe ich auf die art und weise stetig ausgebaut und aufgestockt. MAN-LKw, Ötkerdompfaff in violett, etc.
    heute tut mir fast jedes Schild weh, das ich hergebe auch wenns was einfaches ist. aber es geht nicht anders, will ja kein messi werden der in schildern ersäuft…

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  13. Börse Dottikon

    Wenn man mich in irgend einer Weise so verstanden hat, dass ich Schilder kaufe, um sie irgendwann wieder zu versilbern, trifft das natürlich nicht zu. Ich habe mir noch nie ein Schild oder eine Figur mit diesem Hintergedanken gekauft und ich meine, das sollte man – als Sammler – auch nicht tun.
    Aber ist es nicht so, dass sich der Geschmack über die Jahre etwas ändern kann, dass man sich hie und da an einem Motiv satt gesehen hat? Und dann läuft einem ein Traumteil über den Weg … ist man dann bei der permanenten Finanznot nicht froh, etwas an Zahlung geben zu können?
    Aber Jens hat recht, Objekte zu denen man einen bestimmten Bezug hat, wird man niemals hergeben.

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  14. Börse Dottikon

    >maurer> im Ernst und ohne Ironie: Ich hätte gerne eine Definition des Begriffs «elitäres Sammeln» (?).
    Vielleicht wäre dies ein Thema, welches hier einmal eingehender diskutiert werden müsste.

    Für mich machen Börsen und Auktionen mit fast ausschliesslichen Objekten im vierstelligen Bereich auch keinen Sinn, weil damit Neu-Interessenten eher vertrieben als angebunden werden. Es ist deshalb wichtig, dass immer und überall auch Schilder (u.ä.) fürs kleinere Portemonnaie angeboten werden, die sind vielfach nicht weniger attraktiv.
    Mir scheint, Marc Trapp ist mit seinen Auktionen auf einem guten Weg, da sind nicht nur die teuren Sachen gross abgebildet, auch die günstigeren werden nicht nur klein auf «hinteren Ramschseiten» vorgestellt. Damit erhalten sie eine ganz andere Wertigkeit.
    Deshalb >maurer>, bist Du am Samstag in Worms?

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  15. Jens Beitragsautor

    Es ist doch so, die teuren Schilder sind immer die schönsten so ist das nun mal deswegen sind sie doch teuer und jeder will doch gerade die schönen Schilder haben oder nicht?

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  16. Börse Dottikon

    Grosso modo trifft Deine Feststellung zu Jens, wobei Schönheit ein relativer Begriff ist.
    Mir scheinen in unserer Schilderwelt viele langweilige Motive völlig überbewertet und andere, gut gestaltete Grafiken sind nach wie vor günstig zu haben. Von den letzteren Schildern wird manchmal eines «entdeckt» und liegt plötzlich im Trend. Zum Beispiel dümpelte das «Backt mit Hefe» fast jahrzehntelang um die 300 bis 400 Euro (600-800 DM), bis einmal jemand gegen 2000 Euro dafür bezahlte (in meinen Augen ein sympathisches, absolutes Topmotiv).
    Aber man kann auch durch antizyklisches Verhalten zu guten Schildern kommen, die, aus welchen für Gründen auch immer, im Moment nicht mehr so begehrt sind. Eines davon ist (als Beispiel) das von Joseph Binder prächtig gestaltete Henko, welches eine zeitgemässe Geschichte erzählt und deshalb wohl im Maurer-Katalog so prominent abgebildet ist. Ein anderes Motiv diesbezüglich ist der Spa-Pierrot. Sollte die grosse Version am Samstag in Worms unter 1000 Euro zugeschlagen werden, macht der Käufer ein ausgesprochenes Schnäppchen und erwirbt ein Schild mir einem grossen Potenzial gegen oben, notabene mit umwerfender Grafik!

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