Noch schlechter als die Chlorodont-Frau…jetzt bei mir Zuhause!

Hallo Zusammen,

letzte Woche bei EBAY, das ziemlich zugerichtete „Unsere Marine“-Schild, gewölbte Version, selten. Als Hardcore-Restaurator mußte ich das Teil einfach haben (für mich mal wieder eine Herausforderung in Sachen Restauration). Geschätzt wurde im Artikel „Noch schlechter als die Chlorodont-Frau“, dass es so um 300 Euro bringt, aber weit gefehlt, nur ein Drittel war dafür fällig.

unsere_marine.jpg

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Heute mit der Post angekommen. Aufgeregt wie ein kleiner Schulbub! Auspacken! Nur Weihnachten ist schöner!  Zustand naja, war ja aber schon vorher klar. Mal sehen was da noch geht.

unsere_marine_1.jpg

Flasche 33% Salzsäure zur Hand, erst an einer Ecke testen ob das Email die Behandlung mit der Säure auch verträgt, geht, also wird flächig losgelegt. So fertig, jetzt sieht das Ganzen schon mal besser aus. Die Schäden liegen zwar zentral, aber es ist kein Ding der Unmöglichkeit das Teil zu restaurieren, der Substanzverlust ist da schon heikler.  Wie gesagt, man muß es als herausforderung sehen, so ein Schild zu restaurieren.

Aber das jetzt muß das „Unsere Marine“ erst mal warten, habe nämlich gerade noch den „Meinl-Tea“-Chinesen in der Kur, der ist auch nicht so ganz einfach zu restaurieren (Rastersiebdruck).

Hier noch mein letztes Projekt, hab ich ja schonmal davon berichtet. Erst vor kurzem feriggestellt, aber es hat sich, denk ich gelohnt. Jetzt lacht der Bernd wieder. Aber hier war die Genzwertigkeit beim Zustand schon erreicht, solch ein schlechtes Schild werde ich wohl nie wieder restaurieren, wenn es auch Spass gemacht hat.

Viele Grüsse vom Bodensee

Andreas

9 Gedanken zu „Noch schlechter als die Chlorodont-Frau…jetzt bei mir Zuhause!

  1. Jens

    Moin Andreas,

    glückwunsch für ein Hunni kann man eigentlich nix verkehrt machen, nach dem Säurebad sieht ja die Schiffsflotte schonmal ganz ansehnlich aus. Ich wünsche dir immer ein ruhiges Händchen bei der Reatauration und bin gespannt auf das Ergebnis.

    gruss jens

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  2. schilderdani

    Schon erstaunlich,was so ein bisschen harmlose Chemie bewirkt 😉
    Auf dem Foto des ungereinigten Schildes sieht man aber sehr deutlich,daß das Schild starke „Spinnen“ im Email ausweist und die bekommst Du garantiert nie weg….
    Dennoch ein sehr akzeptabler Preis;die Beschädigungen waren den meisten Sammlern wohl doch zuviel des Guten?!

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  3. chris2710

    Klasse wenn man so etwas kann. Dieses seltene und wie ich finde schönes Schild hat es auch verdient.
    Interessant bei diesem Schild ist auch die Emaille -Technik , unten fett emailliert und oben sehr dünn.
    Ich hatte das Glück den Kameraden in zustand 2 zu ergattern.
    LG
    Chris

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  4. Christoph

    Kompliment, super Arbeit! Frage: ich habe einen „la vache qui rit“ Ausleger mit (kleineren) Schäden im Kopf der Kuh, mindestens die bessere Seite würde ich gerne sandt restaurieren, nimmst Du Aufträge an?

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  5. sarottifan

    Hallo Andreas, sehr genial..was Du noch aus den Schildern machst!! Ich habe passend zu Deinem Schild von Dunlop einen Atlas mit Bernd R. auf der Titelseite. Zustand geht so….Ich wollte den Atlas bei EBAY einstellen. Wenn Du Interesse hast oder Bilder haben möchtest, so melde Dich bitte. (vongruenhagen@gmx.de) gruß, thomas

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  6. flori

    Hallo Andreas, wie man sieht bist Du ein warer Meister in Deinem Fach! Ich hätte da man ne Frage und zwar habe ich ein Maggi ersteigert, bei dem eine Ecke hochgebogen und danach stark angerostet ist. Ich möchte die Ecke gerne wieder zurück biegen, bin mir aber sicher, dass sie dann bricht. Wenn ich eine Möglichkeit hätte, dass gesamte Schild gleichmäßig zu erwärmen ( Härte oder Anlassofen ) denke ich es müsste Möglich sein die Ecke zurück zu biegen oder? Auf wieviel Grad darf ich das Schil erwärmen? Über eine Antwort bzw. Tip von Dir würde ich mich sehr freuen. Gruß Stephan P.S. Könnte Dir auch ein Bild mailen wenn Du die Situation dann besser einschätzen kannst!?

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