Gaggenauer Emaillezunft Frischfund

Da gab es dann noch einen Hersteller aus Gaggenau nicht nur Bergmann und die Eisenwerke sondern auch A. Dambach.

http://www.ebay.de/itm/HASENBRAU-AUGSBURG-Gaggenau-/170784791072?pt=Reklame_Werbung&hash=item27c3911a20

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2 Gedanken zu „Gaggenauer Emaillezunft Frischfund

  1. DieterSchadowski

    Dambach in Gaggenau gibt es heute noch, Autobahnschilder für die Autobahnmeisterei und was die Tiefbauämter so alles gebrauchen

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  2. Rotenfelser

    In Gaggenau gab es insgesamt 3 industrielle Emaillierbetriebe, deren Folgebetriebe in bekannten aktuellen Unternehmen aufgegangen sind:

    FA. EISENWERKE GAGGENAU
    Der älteste Betrieb ist auf ein herrschaftliches Eisenwerk von 1681 zurückzuführen. 1871 Michael FLÜRSCHEIM, Eisenwerke Gaggenau. Produktion von Eisenkonstruktionen, Brücken, Gasregulatoren, Mühlen… 1879 Aufnahme von Herden ins Lieferprogramm, durch den Eintritt von Theodor BERGMANN. Errichtung einer Emaillierabteilung mit bald über 100 Mitarbeiter, gesamtes Werk über 1000. Großaufträge von Maggi, Stollwerck, Odol, Suchard, Tobler, ab 1887. 1910 Aufkauf der Glashütte Gaggenau und dort Neuerrichtung eines Werkes. Man ist spezialisiert auf Herde und Kücheneinrichtungen, 1973-74 Verlegung der Emailproduktion nach Lipsheim/Elsass (F), Anfang 80er wurde die gesamte Produktion ins Elsass verlegt. Sicher sind jedem die heutigen, hochwertigen Küchengeräte und -Einrichtungen der Marke „GAGGENAU“ bekannt.

    FA. TH.BERGMANN
    1893 schied Theodor BERGMANN als Firmenleiter aus dem Eisenwerk aus. Nachdem er bereits 1887 an der Ottenauer Gemarkungsgrenze zu Gaggenau eine Sägemühle mit Wasserwerk erwarb, und dort eine Produktion von vorwiegend hölzernen Gewerbe- und Haushaltswaren einrichtete, vergrößerte er das Unternehmen ab 1890 kontinuierlich. Mit der erfolgreichen und weitsichtigen Umsetzung seiner Ideen erlangte BERGMANN bald einen weltweiten Namen. Ab 1893 Emaille, Pistolen (später Waffenfabrik Suhl), Automobile (Orient-Express und Liliput) sowie Warenautomaten sind nur einige Beispiele. 1905 veräußerte er die Automobilherstellung an Benz&Cie Mannheim, aus der später das Mercedes-Benz / Daimler-Benz Werk Gaggenau entstand. 1924 wurde nach Verkauf des Werkes an der Mühle auch die Emailleproduktion eingestellt. Mit dem Ankauf des Werkes „Holzindustrie Rotenfels AG“ inclusive dem Elektrizitätswerk im benachbarten Kurort Gemeinde Rotenfels wurden wieder Holzprodukte (Sägemehl, Holzwolle, Pressplatten…) hergestellt. BERGMANN starb 1831, das Unternehmen wurde von der markgräflich badischen Verwaltung in Salem als KG übernommen. 1965 wurde die Produktion von Kunststoffen aufgenommen, heute ist der Betrieb in Gaggenau-Bad Rotenfels ein Standort der PolyOne Corporation uns stellt Kunststoffgranulate nach Kundenwunsch her.

    Fa. ADOLF DAMBACH
    1925 gründet Adolf DAMBACH in Sondernheim/Pfalz ein Emaillierwerk (Emailschilderfabrik). 1926 schon übersiedelt die Firma ins badische Gaggenau und beginnt mit der Aufnahme von Maschinen-, Reklame- und Straßenschildern. 1928 erstmals Straßenverkehrszeichen, seit 1934 reflektierende. 1939 stillgelegt, da keine Rüstungsproduktion möglich war. Nachdem das Werk im Zentrum Gaggenaus beim Fliegerangriff vollständig zerstört und 1945 wieder aufgebaut wurde, brannte es 1949 erneut ab. 1947 begann man, nach Kriegswirren zunächst wichtige emaillierte Haushaltsartikel wie Schüsseln, Töpfe, Schaufeln, Öfen etc. herzustellen. 1953 konzentrierte sich die neu firmierte „Adolf DAMBACH GmbH“ wieder auf die Verkehrstechnik. Mit der Umsiedlung ins neue Gewerbegebiet Bad Rotenfels endete 1970 dort die Emaillproduktion. 6 Zweigwerke in Deutschland errichtete DAMBACH ab den 50er Jahren. In den 80ern wurde das Lieferprogramm um Klärtechnik und die Dambach-Templin-Siebdruckerei ergänzt, In den 90ern um Stadtmöblierung und Dambach-Jungheinrich-Lagersysteme/Hochregalstapler. Heute gehört das Unternehmen nach mehrmaligen Eignerwechsel zur SWARCO-Gruppe und stellt in Gaggenau noch Verkehrszeichen, CI-/Werbeverkleidungen, Verkehrssteuerungsanlage etc. her.

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