Erste Emailschildsäuberung – Zustand vorher und nachher

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Servus zusammen!

Vor nicht ganz sechs Monaten hatte ich als ganz frischer Emaillen-Jungsammler mal nach Euren geschätzten Tipps zur Reinigung alter und verschmutzter Emailleschilder gebeten. An dieser Stelle zuerst gleich nochmal vielen Dank für Eure tollen Hinweise unter http://www.schilderjagd.de/?p=10353 !! 🙂

Gestern war es dann dank Feiertag und Sonnenschein zum erstenmal soweit: Ich hatte mir meine älteste Jeans und das ausgewaschenste T-Shirt angezogen, mich in unserer Küche mit Edelstahlschüssel, Spül- und Schrubbbürste, Essigessenz, Spüli, einem Eimer voll warmem Wasser bewaffnet und mir aus der Garage noch feine Stahlwolle-Pads, Gummihandschuhe und eine Schutzbrille für die Augen hinzugeholt.

Dann hab ich bei uns im Hof einen alten Biertisch aufgebaut auf welchen ich als übergroßes „Tischtuch“ eine Lage Luftpolsterfolie gelegt habe (zum Zweck der Folie später mehr..). In die Edelstahlschüssel hab ich dann knapp 1/4 Liter reine Essigessenz mit einem ziemlich großzügigen Schuß Spüli gegeben und diese Mischung lt. Hofnar´scher Anweisung dann mittels Spülbürste aufzuschäumen versucht. Mit eher mäßigem Ergebnis, mir ist dabei mehr Schaum auf die Hose gespritzt als in der Schüssel geschäumt wurde… Also nochmal zurück in die Küche und meinen größten Edelstahl-Schneebesen geholt – wozu ist man schließlich Hobbykoch und geübt im schlagen von leckerem Eischnee? Mit dem Schneebesen dann innerhalb kürzester Zeit einen schön steifen „Essigessenz-Spüli-Schnee“geschlagen. Wär der stechende Geruch nicht gewesen, hätte man es glatt für lecker-süßen Eischnee halten können… 😉 Mit diesem „Essig-Schnee-Schaum“ und der Spülbürste hab ich dann die Emailoberfläche eines ziemlich grottigen Josetti-Kirchenfensters eingeschäumt, welches ich mir für genau solche Übungszwecke vor einiger Zeit mal günstig bei 3-2-1 geschossen hatte. Um dann das austrocknen des Schaumes und das abfliessen von der gewölbten Emailleoberfläche während der Einwirkzeit zu verhindern hab ich das Schild dann einfach zum „schwitzen“ in die zuvor erwähnte „Luftpolster-Tischdecke“ eingeschlagen und 15min gewartet. Dann hab ich das Josetti wieder aus der Folie geschält und mittels der Schrubbbürste den Essig-Schnee nochmal so richtig schön ins Kirchenfenster einmassiert. Mit dem feinen Stahlwolle-Pad hab ich mich dann an die Intensivreinigung der Emailleoberfläche gemacht und mußte dabei ziemlich rasch feststellen, wie sauber und glänzend man so eine Grotte auch nach all den Jahrzehnten noch kriegen kann. Hat allerdings gut 45min gedauert, bis ich alle Bereiche des Schildes intensivst gesäubert hatte. Dabei hab ich dann auch gleich noch gemerkt, daß man zwar eigentlich nicht allzuviel falsch machen kann, an einigen Randstellen des weißen Zuckerguß-Josetti-Schriftzuges man aber doch auch vorsichtiger zu  Werke gehen sollte, will man nicht gleich auch noch die rote Emailleschicht darunter zum durchschimmern bringen. Das so gereinigte Schild hab ich abschließende von allen Seiten einfach in unseren grad laufenden Wasser-Rasensprenger gehalten und so alle agressiven Essigessenz-Reste mittels mehr als reichlich Flüssigkeit von Vorder- und Rückseite gespült. Mal sehen was jetzt der Rasen dazu sagt, aber man muß schließlich Prioritäten setzen im Leben… 😉 Das saubere Schild dann noch vorn und hinten sorgfältig abgetrocknet und zur Tiefentrocknung nochmals gute 30min mit allen Seiten in die Abendsonne und in den Wind gestellt – fertig.

Das Ergebnis kann sich meiner Meinung nach für meinen allerersten Reinigungsversuch mehr als sehen lassen. Die zurückgekehrte Strahlkraft der Farben und der schöne Glanz, beides hätte ich bei dem maroden Zustand, in dem das Teil vorher war, niemals erwartet. Was meint Ihr dazu? Bilder anbei – Kommentare, Kritik und Verbesserungsvorschläge ausdrücklich erwünscht – danke Euch!! 🙂

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8 Gedanken zu „Erste Emailschildsäuberung – Zustand vorher und nachher

  1. hofnar

    moin markus!

    bestens!

    4 gehäufte esslöffel essich essenz für die bombe hätten gereicht ;- )

    die idee mit einpacken = auch nicht schlecht.

    sehrr schöne grotte!!

    schön gruss
    hofnar

    Antworten
  2. markusb3 Beitragsautor

    Danke für die Blumen! 😉

    @Jens: Ne, nix Spitzhacke! Auch das links oben ist ein „echter“ Treffer. Kaliber leider unbekannt, aber ein Luftgewehr wars definitiv nicht…

    @Hofnar:
    Echt nur 4 gehäufte Esslöffel EE für so ein großes Schild?
    Ok… – dann hätte ich mir heute den Kauf eines 5-Liter-Kanisters-EE wohl auch sparen können… 🙂

    Antworten
  3. markusb3 Beitragsautor

    @dog: Das mit der Autopolitur überleg ich mir nochmal. Das könnte mir mein Flitzerle nämlich vielleicht krummnehmen, wenn ich sein teures Swizöl auf einmal auch für was anderes verwende. Und die Kiste zickt so auch schon genug rum… 😉

    Antworten

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